Alban Elfed – Das Licht des Herbstes

Alban Elfed – DHerbststimmungas Licht des Herbstes

 

Mir persönlich gefällt dieser Name für das Herbst-Äquinoktium, der sich aus dem walisisch gälischem ableitet, ganz besonders gut. Er ist so treffend.

Das Sonnenlicht dieser Jahreszeit ist golden, wie die Äpfel die jetzt geerntet werden oder wie einige der Blätter, an den Bäumen, die jetzt beginnen sich zu verfärben. Es ist das Licht der Ernte, das Licht dessen was wir im Laufe des Jahres gesät und gepflegt haben.

ritual2-Ernte – Was hat das mit mir zu tun, denkt man sich vielleicht, wenn man ohne Garten, oder auch nur Balkon, inmitten der Stadt zwischen Glas und Beton wohnt. Wo man, im Licht der Neonröhren und gut temperiert, beinahe alles zu jeder beliebigen Zeit im Jahr kaufen kann. Was schert mich die Ernte?

Aber auch als moderner Mensch der sein Gemüse, nicht mehr aus dem Garten, sondern aus dem Supermarkt holt, ernten wir.

Die Stille am Morgen_FB  Wir ernten die Saat unseres Lebens. Jetzt wo die Tage jeden Tag, ein zuerst kaum merkliches, und dann immer deutlicheres Stück, kürzer werden als die Nächte, gerade jetzt, ist es Zeit sich vom Außen wieder nach Innen zu wenden. Es ist genau die richtige Zeit um sich, im immer noch starkem aber auch langsam schwächer werdendem Licht des Herbstes, anzusehen wie das vergangene Jahr uns und unser Leben verändert hat.

Was haben wir gesät? Was haben wir geerntet? Was ist jetzt oder in Kürze reif zur Ernte?

Wofür sind wir dankbar?

Skye_AnetteIch selber bin für so vieles Dankbar… Ich bin Dankbar für mein Zuhause, meine Arbeit und für die kleinen und größeren materiellen Bedürfnisse und Wünsche die ich mir in diesem Jahr erfüllen konnte.                       Für meine Reisen nach Schottland, meine Gesundheit und das ich stets etwas zu essen auf dem Tisch habe, ein warmes Bett und eine Decke über dem Kopf.

Ich bin dankbar für all die Inspirationen aus der geistigen Welt, die Inspirationen meiner Götter, Geister und  Ahnen, meiner Verbündeten  aber auch für die Inspirationen durch meine Lehrer, Familie, Freunde und Schüler in der ganz alltäglichen Welt. Ich bin dankbar für meine schamanische Ausbildung und für die Bücher und Schriften die Ihren Weg zu mir gefunden haben.

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Ich bin dankbar das mich meine schamanische Arbeit und meine schamanischen Aufgaben in diesem Jahr mit Leidenschaft, Kraft, Stolz und innerem Feuer erfüllt haben.

 

 

summerend_FBAber vor allem bin ich dankbar für meine wunderbare Familie. Meinen Mann und meinen Sohn. Die mir das Herz und die Seele wärmen und auf jedem meiner Schritte im vergangenen Jahr an meiner Seite waren… Nicht immer körperlich, aber immer im Geiste und im Herzen.

 

Ich bin Dankbar für ein Jahr voller Geschenke, Arbeit, Erfahrungen, Liebe, Mitgefühl und Leidenschaft… und ich bin auch Dankbar für den Schmerz, die Schwierigkeiten und die Schwere die einen manches mal, trotz all der Schönheit des Lebens, begleiten.

 

Der Schmerz zeigt an w1Maerzo es Hilfe braucht und Veränderung, aber eben auch das man lebendig ist.

An Schwierigkeiten und Hindernissen können wir wachsen, ja sie fordern uns manchmal geradezu heraus über uns Selbst hinaus zu wachsen, stärker, klüger, hingebungsvoller, mitfühlender oder auch einfach nur lebendiger zu werden und die Schwere, die Traurigkeit, Dunkelheit oder Melancholie, die uns wohl alle manchmal trifft und begleitet, kann uns helfen mitfühlend und nachsichtig zu werden, mit uns und mit Anderen, in der Dunkelheit können wir uns selbst begegnen und uns selbst verzeihen lernen … sie kann uns helfen, das Licht und die Leichtigkeit, die ebenfalls immer wieder zu uns zurückkehren, wertzuschätzen und danach zu streben.

Jetzt in dieser Zeit des Jahres, am Herbstanfang, ist eine gut Zeit, um sich wieder nach innen zu wenden. Sich selber anzuschauen und zu rekapitulieren. Es ist die Zeit die Ernte einzubringen.

Alban Elfed – Das Licht des Herbstes…. Wende Dich diesem Licht in Deinem Inneren zu, auf das es Dich sicher, durch die dunkleren Monate die jetzt kommen, geleiten wird.

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Jetzt ist genau die richtige Zeit, um in einer ruhigen Stunde ein Licht zu entzünden. Und im Licht dieser symbolischen Sonne, eine Meditation über Deine, ganz persönliche Ernte, zu machen.

 

 

Hier ein kleiner Vorschlag für Deine Meditation:

Atme zunächst eine Zeitlang ruhig und versuche auch innerlich ganz ruhig zu werden. Zähle während Du einatmest 1..2.. und dann mach eine kurze Pause.. zähle 1… und dann atme aus und zähle dabei 1..2… Konzentriere Dich so lange aufs Atmen bis Du ganz ruhig geworden bist. Lass die Gedanken kommen und gehen… aber halte nicht an ihnen fest… lass sie ziehen…Wenn Du wirklich ruhig geworden bist, stell Dir vor wie Du inmitten eines wunderschönen, spätsommerlichen / frühherbstlichen Waldes, auf einer kleinen Lichtung stehst. Die Sonne ist noch nicht untergegangen aber sie steht schon tief am Himmel, um Dich herum ist ein goldener Schein, eine goldene Hülle oder Aura die Dich vollständig umgibt. Du folgst nun von hier einem kleinen, gewundenen Pfad durch die Bäume hindurch, bis Du an das Ufer eines Sees kommst, eine kleine Bank mit Blick über den See ist hier und Du lässt Dich auf ihr nieder. Hier hast Du einen freien Blick über das Wasser in Richtung Westen und Du siehst der Sonne zu, wie sie immer tiefer sinkt, wie die Farben des Himmels immer intensiver werden.

Und während die Sonne immer tiefer sinkt lässt Du die Bilder des vergangenen Jahres in die aufsteigen…

Was hast Du in diesem Jahr gesät und was kannst Du jetzt ernten ?

Was hat Dich körperlich und materiell gestärkt oder unterstützt? Vielleicht siehst Du Bilder Deines Urlaubs aufsteigen, Deines Zuhauses, Deines Gartens oder….?

Betrachte diese Bilder, diese Ernte, und bedanke Dich dann für die Unterstützung Deines Körpers und der Materie.

Wende dann Deine Aufmerksamkeit dem zu, was Dich inspiriert hat in diesem Jahr? Was oder Wer hat Deinen Geist in diesem Jahr entzündet? Was ist hier zu „ernten“? Wie sieht sie aus die Ernte Deines Geistes?

Betrachte auch diese Ernte ganz genau, meditiere über sie und bedanke Dich für die Inspiration des Geistes.

Nun wendest Du Deine Aufmerksamkeit dem zu was Dich in diesem Jahr leidenschaftlich berührt hat. Was hat Dich entflammt? Dich voran getrieben? Wünsche und Leidenschaft in Dir geweckt?

Sieh Dir auch diesen Teil Deiner persönlichen Ernte genau an und bedanke Dich für das Erwecken Deiner Leidenschaft.

Nun schenkst Du Deine volle Aufmerksamkeit dem was Du liebst. Was hat im vergangenen Jahr Dein Herz berührt und erfüllt? Wer oder was hat Deine Seele umarmt und gestreichelt?

Betrachte und fühle diese Ernte des Herzens. Bedanke Dich für die Dinge die Deine Seele erfüllten.

Versuche nun alle diese Bereiche, die Bilder die in Dir aufgestiegen sind, als Ganzes zu betrachten.

Erspüre und tauche ein in das, was das Jahr Dir gebracht hat, in das was in Dir gereift ist, in das was Du geerntet hast oder auch in das was Du jetzt gerade als reif zur Ernte erkennst.

Wenn Du alles gesehen und gefühlt hast – bedanke Dich noch einmal für diese, Deine ganz persönliche Ernte. Und kehre dann auf dem selben Weg zu der kleinen Lichtung zurück.

Dort angekommen beginnst Du mit Deinen Zehen und Händen zu wackeln und langsam wieder in Dein alltägliches Bewusstsein einzutauchen.

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Wenn Du magst mach Dir ein paar Notizen zu Deiner Meditation und zu dem was Du gesehen hast, welche Bilder in Dir aufgestiegen sind.

Auch über Rückmeldungen wie Dir die Meditation gefallen hat, oder Feedback zu dem Artikel, würde ich mich freuen. Gerne auch via Mail an info@tunritha.de

Ich wünsche Euch allen einen lichtvollen und wunderschönen Herbst….

Inspiriert vom Alban Elfed Solo-Ritual (des Bardengrades) des OBOD – Order of Bards, Ovates and Druids – http://www.druidry.org/

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