Meine persönliche „Reisetechnik“

 

Meine Trommel

Heute möchte ich noch ein bisschen über meine ganz persönliche Art zu „reisen“ berichten.

Meine ersten Erfahrungen mit dem „schamanischen Reisen“ habe ich mit der FSS – der Foundation for Shamanic Studies (http://www.shamanicstudies.net/)  gesammelt, daher ist meine Art zu reisen natürlich stark durch Michael Harner und die Foundation geprägt.

Trotzdem habe ich mich in ein paar Punkten auch immer mal wieder von den „klassischen“ kernschamanischen Reisetechniken entfernt.

Beim schamanischen Reisen oder beim Seelenflug bereise ich (hoffentlich *g) nicht meine eigene Psyche, sondern die Anderswelt. Also eine „andere“ Wirklichkeit, die aber genau so real ist wie unsere „Alltägliche Wirklichkeit“, und die mit dieser in Verbindung steht.

Was ich in der „Anderswelt“ tue beeinflusst die Alltägliche Wirklichkeit et vice versa.

Meine ersten Reisen habe ich auf meinem Bett liegend und mit Trommeln von CD gemacht.

Es ist erstaunlich wie gut das funktioniert hat und auch immer noch funktioniert, auch wenn ich mir mittlerweile, etwas mehr Mühe mache und nicht einfach nur die Stöpsel in die Ohren stecke – Augen zu – und los geht es.

Manchmal probiere ich auch Anderes – z.B. Reisen in der Badewanne oder im Auto als Beifahrer, während ich singe, tanze usw..

Aktuell hat sich folgendes „Grundritual“ herausgebildet:

Zuerst suche ich meine 7 Sachen zusammen . Dann zünde ich eine Kerze in der Mitte des Raumes an. Um diese ordne ich  die Dinge an die ich bei mir haben möchte, oder von denen ich glaube das ich sie heute benötigen könnte.

Beinahe immer gehören für mich 4 Gegenstände dazu, die meine persönliche Verbindung zu bestimmten Verbündeten in den Elementen bzw. in den Himmelrichtungen symbolisieren.

Das sind ein Stein – für den Norden, eine Feder für den Osten, ein Stück Holz für den Süden und eine Muschel für den Westen.

Außerdem brauche ich einen Wedel aus Federn (selbstgesammelt)  zum Befächern des Räucherwerks, Räucherwerk, evt. Räucherfass und Kohle, ein Tuch zum Verdecken der Augen, die Decke auf der ich gerne liege, die Runen wenn ich die Runen bereisen möchte, meine Rassel, meine Trommel evt. CD Player oder MP3-Player und manchmal auch noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Während ich alles rund um die Kerze aufstelle und hinlege beginne ich meist schon mein Kraftlied zu singen bzw. zu summen.

Dieses Lied habe ich genau für diesen Zweck auch auf einer Reise erhalten.

Danach beginne ich zu räuchern, immer ein wenig auf Sinn und Zweck meiner Reise abgestimmt.

Meist „rufe“ ich jetzt die Geister, dazu rassel ich in alle Richtungen, rufe meine Verbündeten, pfeife und sage eine Art „Gedicht“ auf. Ich bitte um die Unterstützung der hilfreichen Geister, um Schutz und Kraft.

Ich befinde mich jetzt in der „Mitte der Welt“ im „Zentrum des Universums“.

Manchmal setze oder lege ich mich jetzt einfach wie gehabt samt CD oder MP3 Player hin und „starte“ die Reise. Manchmal rassel oder trommel ich aber auch für mich selber, beginne zu tanzen oder mache etwas Anderes, meine Trommeltasche z.B. habe ich so, in leichter Trance hergestellt.  Das ist sehr abhängig von den Eingebungen des Moments.

Wenn ich „reisen“ möchte und jetzt  in einer leichten schamanischen Trance bin, gehe ich üblicherweise in meiner Vorstellung an meinen persönlichen Ort der Kraft. Von hier beginne ich die meisten Reisen.

Wenn ich in die Untere Welt reisen möchte gehe ich in meinen Tunnel und wenn ich in die obere Welt möchte steige ich von hier in den Himmel auf.

Im Fall der Runenreisen ist es immer etwas überraschend wo es hingeht und wie, das ist bisher von Rune zu Rune recht unterschiedlich gewesen.

Wenn ich zu bekannten Runen reisen möchte, male ich manchmal die Rune auf eine Tür und gehe dann hindurch, oder ich rufe die Rune.

Bei den unbekannten Runen, oder auch sonst wenn ich nicht genau weiß wo ich eigentlich hinwill/hinmuss bitte ich einen meiner Verbündeten um Hilfe.

 

 

 

 

 

 

2 Antworten auf Meine persönliche „Reisetechnik“

  1. Michael Baatz sagt:

    Herzlichen Dank für die interessante Schilderung.
    Deine Beiträge sind immer wieder anregend und wertvoll!

  2. Anette sagt:

    Dankeschön Michael… dieser Artikel ist zwar schon etwas älter, aber ich freue mich sehr das er der Dir gefällt. 🙂

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