Runen – Bedeutung und Verwendung – EIWAZ

EIWAZ

EihwazWortbedeutung: Eibe

Lautwert: zwischen e und i, möglicherweise auch ei

Runengedichte:

Altenglisch: Eoh ist ein Baum mit rauer Rinde,

Hart und fest in der Erde

Gestützt von seinen Wurzeln

Ein Wächter der Flamme

Und eine Freude auf einem Hof

Altnordisch: Yr ist der grünste Baum im Winter,

Wenn er brennt dann knistert er.

Altisländisch: Yr ist der gespannte Bogen

Und brüchiges Eisen

und der Riese des Pfeils

Bedeutung und Stichworte

Die Eibe

Tor nach Swartalfheim

Das Tiefenselbst

Das unbekannte ICH

Das ICH das nach Innen schaut… Vgl. dazu Aussehen und Bedeutung von SOWILO, das ICH das nach Außen schaut….

Verbindung

Rückgrat

Zähigket

Bogen, Pfeil und Bogenschütze

Weltenbaum

Yggdrasil – das Pferd des Schrecklichen (yggr – Schrecklicher – ein Beiname Odins und drasil – Pferd) oder „Eibensäule“ von Altnordisch yggia wäre demnach von germanisch *igwja „Eibe“ und altnordisch drasill von indogermanisch *dher- „stützen“ abzuleiten

Unbewusstes

Tief verankertes

Tiefe Wurzeln

Tief verwurzelt

Ganz unten

Auf dem Boden

Ahnenkraft

Die Eibe ist ein typischer Friedhofsbaum da man in ihm eine Verbindung in die Anderswelt und in die Totenwelt sieht.

Untergründiges – Tiefgründiges – Unbewusstes

Verbunden sein, in Verbindung gehen

Einweihung am Weltenbaum – „Ich weiß das ich hing am windigen Baum…“

Verbindung zu Odin und zu Ullr (Ullr wurde, wie so viele der alten Götter, von der Kirche einem Heiligen gemacht und gilt heute als Schutzpatron der Wintersportler)

Die Verbindung zwischen den Welten, zwischen den „Höchsten“ und den Tiefsten“ zwischen Leben und Tod

Verwurzelung

Zielgenauigkeit

Dunkelheit

Winter

innere Erfahrungen und Mysterien.

 

eibeMagische Verwendung

Zur Abwehr böser Zauber – „Vor Eiben kann kein Zauber bleiben“.

Zum Schutz

Ermöglicht tiefe innere Einsichten

Zur Stärkung von Rückgrat, Willen und  Charakter

Als Grundlage der Nidstang (Fluch- oder Schadenszauber)

Eingang nach Swartalfheim

Zur Stärkung des Rückens

Um etwas jemanden zu stärken

Etwas Verwurzeln und Verbinden

Rune für die schamanische Reise

Stärkt die Widerstandskraft

Tragende und stabile Verbindung schaffen zwischen den Gegensätzen

Kann tiefgreifende Initiationen auslösen

Für die Bruchsicherheit von Bögen und Pfeilen

Die Rune kann den „Kern“ des Menschen zeigen… Was macht ihn aus, was ist er in seinem
„Inneren“.

Etwas verankern, festhalten, festbinden, verfestigen, verwurzeln, verbinden, stabilisieren.

Seminar zur schamanischen Runenarbeit:

http://www.tunritha.de/runenseminare.html

 

Kleine Einführung in die schamanische Runenarbeit:

http://blog.tunritha.de/?p=741

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Weitere Seminar-Termine findet Ihr  hier:

http://www.tunritha.de/seminare.html

 

 

Verwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

 

 

 

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