Runen – Bedeutung und Verwendung – URUZ

UruzURUZ

Wortbedeutung: Auerochse oder Regen

Lautwert: u

Runengedichte:

Altenglisch: Der Auerochse ist anmutig und oben gehörnt,
das wilde Tier kämpft mit seinen Hörnern,
ein großartiger Wanderer der Moore, der eine mutige Kreatur ist.

Altnordisch: Schlacke kommt von schlechten Eisen;
oft läuft das Ren auf eisigen Schnee.

Altisländisch: Regen ist das Weinen der Wolken
und der Ernte Ruin
und des Hirten Hass.

Stichworte und Bedeutung von URUZ

Wenn man in den Runen, insbesondere auch im ersten Aett eine Art Schöpfungsgeschichte sieht, dann ist FEHU, die erste Rune, das ursprüngliche Feuer und URUZ, die zweite Rune, ist das ursprüngliche Wasser.

Gleichzeitig ist URUZ auch der mächtige Auerochse, mit starken Hörnern und mutigem Herzen.

Erde – Erdkraft

Ein Symbol der Stärke, der Standhaftigkeit aber auch ein Wesen das großen Schaden anrichten kann wenn es außer Kontrolle gerät.

Kraft und Stärke

Kraft die auch sehr plötzlich ausbrechen kann

Ursprüngliche, urtümliche Kraft

Ur-Kraft

URd-Brunnen

Erinnerungen die bis in die Urzeit zurückreichen, bis an den Anfang

Vorraussetzung für das Leben und die Schöpfung

körperliche Gesundheit und Kraft

Was „treibt“ uns vorwärts?

Was sind meine tiefsten Wurzeln?

Ursprung

Materie in Bewegung

Kein Stillstand – Stillstand ist Tod

Sich verwirklichendes Potential

Etwas das mit aller Kraft werden will

Hervorbrechen – Durchbrechen an die Oberfläche

Ungestüme, ungebremste Kraft

Bruch mit dem Alten, dem unbrauchbaren

Veränderung mit aller Kraft

Kampf und Zerstörung

Tief liegende Traumen die an die Oberfläche drängen

Ungehinderte Naturgewalten

„All Out Attack“

Heilung von Kriegsverletzungen

Erneuerung – kann Anfang und Ende sein

Ungehemmte Kraft

Erde – Erdkraft

Kann alles überrollen

Bringt aber auch starke Energie

Zerschlagen

Erdrutsch

Gewaltige Energien

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Magische Verwendung:

Allgemein:

Beim Zaubern mit Runen ist durchaus Vorsicht geboten da hier sehr genau gearbeitet werden muss.

Runen wie z.B. URUZ können sehr kraftvoll und auch überraschend wirken.

Am besten Runen auf vergängliches Material aufbringen, so das man im Zweifel Material und Zauber „auflösen“ kann durch die Zerstörung der Rune (Verbrennen, abschmirgeln etc.)

Für den Beginn für einen Runenzauber möglichst wenige Runen verwenden aber dafür eine sehr klare Intention.

DSC_0231_2_3_HDRps9fsFBNicht das es Euch ergeht wie die dem Burschen in der Egils Saga, der statt ein junges Mädchen verliebt in sich zu machen, dieses krank gemacht hat mit seinem schlecht gelungenen Zauber aus 10 verschiedenen Runen.

 

Runen ritze keiner,

Rät er nicht, wie es steht drum!

Manches Sinn schon, mein ich,

Wirren Manns Stab irrte,

Zehn der Zauberrunen

ziemten schlecht dem Kiemen:

Leichtsinn leider machte

Lang des Mädchens Krankheit.“ (Aus der Egils-Saga)

DSC_0584_5_6_HDRps4fsFBURUZ im Besonderen

Bei Zaubern für die körperliche Gesundheit

Um Dingen zum „Durchbruch“ zu verhelfen

Um etwas mit Kraft aufzuladen

 

Runenstellen im Wechsel mit ISA bei Rückenschmerzen

Zerbricht „Ungesundes“

Belebend und kräftigend

Um einem Vorhaben zum Durchbruch zu verhelfen und es besonders kräftig werden zu lassen.

Kann auch Chaos und Gewalt verursachen. Und wie die Hörner von Stier und Auerochse auch schlimme Verletzungen.

Aber genau diese Verletzungen lassen sich bei entsprechender Intention mit URUZ auch heilen.

Eine Rune um Verletzungen und Traumen zu heilen.

Rune der ungehinderten Energien und Kräfte.

Uruz bedarf der Zähmung sonst kann Uruz auch Gewalt und Zerstörung bedeuten.

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

cropped-DSC_0437_HDR.jpgSeminar zur schamanischen Erkundung der 9 Welten Yggdrasils: Weltenbaum und Anderswelten

http://www.tunritha.de/WeltenbaumundAnderswelten.html

 

Kleine Einführung in die schamanische Runenarbeit:

http://blog.tunritha.de/?p=741

Natürlich werde ich auch demnächst wieder Runenseminare anbieten…

Die Termine findet Ihr dann hier:

http://www.tunritha.de/seminare.html

 

buecherVerwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

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