Cernnunos

Eine Reise zu Cernunnos

 

Vor einiger Zeit habe ich, um mehr über Cernunnos zu erfahren, eine “Reise” zu ihm unternommen.

Vieles auf dieser Reise war sehr privat, was wohl auch daran liegt das ich schon eine ganze Weile ein eher enges Verhältnis zu ihm habe.
Diese Mal war aber neu das ich nicht nur dem jungen, wilden Cernnunos begegnet bin sondern auch einer älteren, gereifteren und bärtigen Version – mit wildem lockigen Haar – irgendwie sehr königlich.

Ich nehme Cernnunos meistens als sehr “grüne” und wilde Kraft – aber auch sehr weise und zauberisch wahr. Er scheint auch über eine nicht unerhebliche Heilkraft zu verfügen.

Zu Cernunnos reise ich schon seit dem Beginn meiner schamanischen Praxis, und ich habe diese Reisen immer als sehr initiatorisch und kraftvoll empfunden.
Erst später habe ich erfahren das Viele in Cernnunos auch so etwas wie einen schamnischen Gott sehen.

Wenn ich im Frühjahr im/oder am Wald bin habe ich manchmal fast den Eindruck das ich ihn sehen könnte. Das er jeden Moment hinter einem der Bäume hervor treten würde.
Einem älteren, bärtigem Cernunnos bin ich aber bisher nicht begegnet.

Cernunnos hat aber in beiden Varianten in denen ich ihm jetzt begegnet bin etwas ungemein lebendiges an sich und strotzt nur so vor Lebenskraft und grüner Power – Er scheint alles zum Leben erwecken zu können…. Hat aber auch einen wilden und dunklen Aspekt – vielleicht (s)einen “Jäger” Aspekt und darin eben auch etwas unberechenbares – ich hörte ihn unglaublich viel Lachen – auch an Stellen die für uns Menschen nicht witzig sind.
Ich empfinde bei Cernnunos, trotz der Lebendigkeit auch einen starken Todesaspekt – und eine gewisse Unberechenbarkeit – man scheint nie wirklich zu wissen welche Lektion jetzt dran ist und wie das dann vor sich geht.

 

Dies hier entstand als “Nebenprodukt” der Reise zu Cernnunos:

Cernunnos

Er ist im Schatten, im dunkelsten Grün
Im ewigen Atem der Stille
Er ist im Licht, im Sonnenschein
Der wilde Herr der Tiere
Er ist Ihr Jäger in dunkler Nacht
Doch gleichsam Jäger wie Beute
Er ist das Weiße im Auge des Hirschs
Im ewigen Tanz des Lebens
Er ist das Lachen im finstersten Wald
Der Pfeil auf des Jägers Sehne
Er ist der Jäger in sternkalter Nacht
Im glitzernden Schnee der brechende Ast
Er ist der Eber, der die Sau besteigt
Und auch das Rehkitz im fleckigen Kleid
Er ist im Grün der Lichtung im Wald
Und er ist das Moos an den Bäumen
Er ist Leben und Sterben zugleich
Im Anfang und Ende des heiligen Kreis
Der König der Wälder mit stolzem Geweih
Der ewige Hirsch – Ewig König sei

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