Ein Runenzauber für Gesundheit und Heilung

Aus meiner Sicht, sind die Runen so etwas wie die Matrix-Sprache des Universums. Sie bilden das Wyrd (das Netz des Gewordenen, die Wirklichkeit) und in ihnen zeigt sich das Ørlǫg (das Ausgelegte/das Schicksal/das Gesetz des Kosmos). Mithilfe von Runenkraft und Zauber lässt sich Wirklichkeit zum Wohle wandeln.

LaukaR (oder LaukaZ) – Runenzauber und magisches Wort

LaukaR ist die zweithäufigste magische Runeninschrift im älteren Futhark. Es wird häufig aber nicht ausschließlich auf den Bracteaten1 der Völkerwanderungszeit gefunden.

LaukaR (und auch LaukaZ) bedeutet im engeren Sinne “Lauch” (alle lauch- oder zwiebelartigen Pflanzen wie Lauch, Porree, Küchenzwiebel etc.) und in einem weiteren Sinn meint LaukaR (LaukaZ) Gesundheit, Heilung, Wohlbefinden.

Pflanzen aus der Lauch- oder Zwiebelfamilien wurden in der Heilkunde für verschiedenste Zwecke genutzt wie Brüche, Schwellungen, Entzündungen etc. sowohl bei Tieren als auch bei Menschen. Lauchpflanzen enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie wirken sich positiv auf unterschiedlichste Stoffwechselprozesse aus, stärken das Immunsystem, Herz und Kreislauf und vieles mehr. Zudem wirken Lauch und seine Verwandten antibakteriell, antiviral und antimykotisch.

Der Name der Rune Laguz (L-Rune) wird im Proto-Germanischen, der Sprache des älteren Futharks auch mit Laukaz rekonstruiert. Der Runenname selbst bedeutet Wasser/See oder Lauch.

Überliefert sind verschiedenste Verkürzungen des magischen Wortes LaukaR, bishin zu einer Verkürzung allein auf die L-Rune.

Die einzelnen Runen von LaukaR und ihre Bedeutung2

Man kann meiner praktischen Erfahrung nach, statt der AlgiZ Rune auch die Raido Rune benutzen. Dabei liegt der Fokus dann weniger auf Schutz vor Krankheit und dafür mehr auf dem der Gesundung wenn man schon krank ist.

Die Schreibweise mit der Raido-Rune entspricht jedoch nicht der Überlieferung auf den Brakteaten. Und natürlich kann man auch die Schreibweise mit Algiz für einen bereits Erkrankten wirksam verwenden.

Basiswissen Kerzenzauber

Eine der beliebtesten Zauberformen in der Volksmagie ist der Kerzenzauber. In seiner einfachsten Form kennen wir ihn wohl alle, wenn wir Geburtstagskerzen auspusten und uns dabei fest etwas wünschen. Kerzenzauber lassen sich frei von religiösen und weltanschaulichen Bindungen aus­üben, obwohl ein Teil ihrer Beliebtheit auch auf die kirchlichen Bräuche der Kerzenweihe zurück­geht.

Ganz ursprünglich entstammen Kerzenzauber den sehr viel älteren und ebenfalls sehr vielfältigen Feuer- und Herdfeuer-Zaubern wie etwa den Not-Feuern oder auch den jahreszeitlichen Feuer­bräuchen. Das Licht in der Dunkelheit, die flackernde Flamme – zu all dem haben Menschen be­reits seit Jahrtausenden auch einen magischen Bezug und versuchen, die Kraft von Feuer und Licht zu nutzen. Beim Kerzenzauber ist aber nicht nur die Flamme magisch und wichtig, sondern auch das Material: die Kerze selbst.

Beim Kerzenzauber verankern wir unseren Wunsch oder unser Gebet ans Universum in einen Ge­genstand, also in die Kerze. Mit dem Abbrennen der Kerze überträgt sich dieser Wunsch dann auf das feine Gewebe des Universums und zieht die für die Verwirklichung nötigen Dinge an.

Beispiele für solche Kerzen sind u.a. die sogenannten Schauer- oder Gewitterkerzen. Dies sind ge­segnete Kerzen, die vor allem im alpenländischen Brauchtum auch heute noch bei nahendem Un­wetter Blitzeinschläge oder Sturm- und Wasserschäden fernhalten sollen.

Beim Kerzenzauber spielen die magischen Korrespondenzen eine wichtige Rolle. Es gilt wie immer in der Magie oder auch im schamanischen: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Je klarer die Aufmerksamkeit und die Konzentration von Zauber und Zauberndem auf das Erwünschte ausgerichtet sind, desto besser funktioniert auch der Zauber.

Kerzen-Runenzauber LaukaR

Bei dem Zauber den ich Euch heute zeigen möchte, verbinden wir Runenmagie und die alte LaukaR Runenformel mit dem Kerzenzauber.

Dies ist kein altes, überliefertes Ritual sondern ein praktisch-magisches heutiges Runenritual.

Selber habe ich dieses Ritual schon unzählige Male für meine Klienten, meine Familie und mich selbst ausgeführt. Sehr häufig mit erstaunlichen Resultaten und Erfolg.

Es ist auch ein Bestandteil meiner Runenkraft-Ausbildung und wird auch von meinen Kursteilnehmern ausnahmslos als sehr kräftig und heilsam beschrieben.

Du benötigst dafür die folgenden Zutaten:

Eine Kerze (Tafelkerze oder auch eine Weihnachtsbaumkerze) (Farben: Weiß, hellblau oder bienenwachs-gelb)

Etwas zum Ritzen ins Wachs – ein Messer, ein Zahnstocher, ein Nagel, ein Federkiel etc.

Etwas zum Reinigen von Dir, der Kerze und Deinem Werkzeug (Räucherrung, Florida-Wasser, Vier-Diebe-Essig, Salzwasser etc.)

Etwas zum Röten (rotes Farbpulver, roten Ocker, einen Tropfen Deines eigenen Blutes, roten Pflanzensaft etc. evtl. mit etwas Öl (Johanneskrautöl, Olivenöl etc.) vermischt.

Einen Teller oder ähnliches zum Abbrennen der Kerze

Optional:

Segnende, heilende Kräuter nach Wunsch

Anleitung zur Durchführung:

Lege Dir alle Zutaten und Werkzeuge bereit.

Reinige alles alles was Du an Werkzeuge und Gegenständen (Kerze, Messer, Teller) benutzen möchtest nach einer von Dir bevorzugten Methode. Räucherung, Gesang, Florida-Wasser, Vier-Diebe-Essig, Salz und Wasser etc… Farbe, Öl und Kräuter brauchst Du nicht extra reinigen.

Wenn Du die Kerze dabei mit den Händen abstreifst bewege Deine Hände immer zum Docht hin nach oben.

Danach reinigst Du Dich selbst ebenfalls nach einer von Dir bevorzugten Methode.

Schritt 1: Ritzen

Nun ritzt Du in die Kerze den Namen desjenigen dem Du Heilung und Gesundheit wünschst. Dies kann eine einzelne Person sein, Du selbst, ein Ort, eine Familie. Beachte dabei immer das Du die Erlaubnis oder den Auftrag des- oder derjenigen brauchst oder das Du der/die gesundheitlich Verantwortliche für diese Person sein musst (z.B. bei Kindern, Tieren oder Bewusstlosen).

Ritze den Namen dabei ebenfalls in Richtung Kerzenspitze. Du legst also die Kerze vor Dich mit der Spitze nach Rechts und schreibst dann den Namen, wie gewohnt von Links nach Rechts.

Jetzt rollst Du die Kerze ein Stück nach oben und ritzt die Runen. Ebenfalls von Unten nach oben, bzw. in Richtung Docht. Du kannst dabei das gesamte magische Wort LaukaR ausschreiben, es verkürzen auf: LakR, LkaR, LaukR, LuR, LR oder auch nur die Laguz – Laukaz Rune selbst einritzen.

Je weniger Du Dich mit Runen auskennst um so weniger Runen solltest Du einritzen.

Je nach Größe der Kerze und Deiner Schrift kannst Du Namen und Runen jeweils einmal oder auch mehrfach einritzen.

Schritt 2: Röten

Jetzt färbst Du Deine geritzten Zeichen mit einer roten Farbe Deiner Wahl. Dies macht die Runen und Zeichen lebendig. Achte auch hierbei darauf das Du immer in Richtung Docht streifst.

Schritt 3: Raunen

Dieser Schritt bringt den Zauber erst so richtig in Schwung und lässt ihn wirken. Jetzt besingst, bebetest und besprichst Du die Kerze und die eingeritzten Runen.

Energie folgt der Aufmerksamkeit – richte Dich also auf das aus was Du erreichen möchtest. Singe die einzelnen Runen, töne LaukaR oder LaukaZ, bete um Gesundheit, Ganzheit und Heilung. Du kannst dazu auch trommeln, rasseln oder ähnliches.

Folge Deiner Intuition wann es genug ist und der Zauber vollständig ist.

Du kannst dies auch mit dem Ziehen von Runen, Pendeln oder ähnlichem prüfen.

Wenn Du fertig bist, befestige die Kerze auf der feuerfesten Unterlage und zünde sie an, wann immer der richtige Zeitpunkt dafür ist.

Meiner Beobachtung nach ist dieser Zauber besonders wirksam wenn Du die Kerze entweder vormittags, bei aufsteigender Sonne oder in der Zeit des zunehmenden Mondes anzündest. Du kannst die Kerze zwischendrin auch löchen und sie an einem anderen Tag weiterbrennen lassen.

Wenn Du eine besondere Beziehung zu bestimmten Kräutern hast, kannst du diese ebenfalls bebeten und noch um die Kerze auf dem Teller herumstreuen oder diese während des Zaubers räuchern.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei diesem Zauber, mögen die Götter, Geister und Ahnen mit freundlichen Augen auf Dich schauen.




Dieser Beitrag als Video:

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Bezugsquellen:

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1Brakteaten sind Münzen oder Medaillen, die aus einem dünnen Metallblech einseitig und auf einer weichen Unterlage geprägt wurden. Sie wurden häufig als Amulett getragen.

2Fettgedruckt sind die wörtlichen Übersetzungen der Runennamen, die nicht fettgedruckten Bedeutungen entsprechen persönlichen Erfahrungen und Assoziationen damit durch mich oder auch andere Runenpraktiker.

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