Schamanismus im hier und heute…

264779_2091469416594_4504616_n    Ich sage immer gerne das ich schamanisch Praktizierende bin und nicht Schamanin… Damit meine ich, das ich keine indigene Schamanin bin, die von ihrem Stamm dazu berufen wurde, sondern eine moderne, westliche Core (oder Kern) – schamanisch Praktizierende… Berufen fühle ich mich trotzdem –  von den Geistern – den Spirits und natürlich auch von den Menschen die mich um Hilfe bitten.

Manchmal benutze ich auch, der Einfachheit und dem besseren Verständnis halber, die Begriffe Schamane/Schamanin. Ich seh das nicht so eng mit den Bezeichnungen – aber Ihr sollt doch wissen wovon ich spreche.

Was bedeutet für mich schamanische Arbeit/Schamanismus? 

Für mich bedeutet schamanische Arbeit an allererster Stelle die Arbeit oder vielmehr die Zusammenarbeit mit Geistern oder Spirits. Und damit meine ich nicht die Arbeit mit Energien, inneren Bildern oder Anteilen meiner eigenen Psyche… Ich meine damit Wesenheiten die nicht inkarniert sind – und die man (im Normalfall) nur dann wahrnehmen kann wenn man das normale oder alltägliche Bewusstsein verlässt und stattdessen eintritt in das Nicht-Alltägliche Bewusstsein. Diese Spirits sind eigentständige Wesen, die außerhalb von mir existieren und genau so real sind wie Du und ich.  Die Zusammenarbeit mit den Spirits ist für mich ein essentieller Bestandteil der schamanischen Arbeit – Ohne Geister kein Schamanismus/kein Schamane.

Wer oder was  sind diese Geister?

Im schamanischen Weltbild ist alles beseelt – alles hat Geist oder Spirit. Mit diesen Spirits kann man dann natürlich auch reden, Freundschaften schließen oder gemeinsam arbeiten. Mit wem man nun im einzelnen zusammen arbeitet ist voDSC_0504_HDRn schamanisch Praktizierendem zu schamanisch Praktizierendem unterschiedlich. Jeder hat andere Spirits, andere Verbündete die mit ihm zusammen arbeiten wollen, die ihn rufen. Mancher arbeitet mit Krafttier und Lehrer, mit Göttern der unteschiedlichsten Pantheone und wieder andere mit Ahnengeistern oder mit Naturgeistern zusammen. Die Palette der Spirits ist schier unendlich. Mancher arbeitet mit all diesen und noch mehr.

Die Mehrzahl der modernen Schamanen und schamanisch Praktizierenden arbeiten ausschließlich mit verlässlichen und mitfühlenden Geistern. Wobei man anmerken sollte, in erster Linie arbeiten die Geister mit dem Schamanen oder schamanisch Praktizierendem – nicht umgekehrt. Spirit ist natürlich auch nicht gleich Spirit… es ist ein Unterschied ob wir mit geläuterten Spirits zusammenarbeiten die uns beinahe ausschließlich Mitgefühl entgegenbringen oder ob wir mit den Spirits der Natur oder Ahnengeistern zusammenwirken, die sehrwohl noch bestimmte Absichten verfolgen.

Der Seelenflug – die schamanische Reise

Ein weiterer wichtiger unweltenbaumd meiner Ansicht nach unverzichtbarer Teil des Schamanentums ist der „Seelenflug“ die schamanische Reise in die nicht alltäglich Wirklichkeit – in die Anderswelt.

Der Schamane/schamanisch Praktizierende begibt sich hierzu in einen Trancezustand (durch singen, rasseln, trommeln, tanzen oder was auch immer) wechselt den Bewusstseinszustand und fliegt/reist mit seinem Geist in die anderen Ebenen der Wirklichkeit – in die Anderswelt – die Nicht-Alltägliche Wirklichkeit. Viele schamanische Kulturen kennen mindestens eine 3-teilige Wirklichkeit… Eine mittlere Welt, eine untere Welt und eine obere Welt.  Und durch diese Welten lässt sich reisen und von dort lässt sich auch etwas mitbringen. Die Mittlere Welt ist dabei die Anderwelt zu unserer normalen, alltäglichen, materiellen Welt.

 

Wie helfen Schamanen?

Als Schamanen oder schamanisch Praktizierende nehmen wir die Wirklichkeit anders wahr und können vor allem die Ursachen von Problemen ganz anders sehen. Probleme, aus schamanischer Sicht, rühren meist von zwei Ursachen: entweder gibt es im Leben des „Klienten“ ein Zuwenig an Kraft – einen Kraftverlust oder es gibt irgendwo ein Zuviel – etwas ist da, das nicht zu ihm gehört und das ihm schadet.

Die Ursachen von zuwenDSC_0437_HDRig Kraft sind zahlreich, die Bekanntesten sind Probleme bei der Verbindung zum Krafttier oder der Seelenteilverlust. Auch beim „Zuviel“ gibt es viele Möglichkeiten.  Auf dem Seelenflug oder der schamanischen Reise klärt der Schamane die Ursachen der Probleme und behebt diese dann. Durch das „Holen eines Krafttieres“ „Seelenrückholung“ „Extraktion“ usw…  Oder eigentlich beheben vor allem die Spirits die Ursachen und Probleme. Oder informieren den Schamanen wie der Klient diese Ursachen selbst beheben kann.

Wie wird man Schamane oder schamanisch Praktizierender?

Nunja – Schamane wird man (wenn man das Wort so benutzt wie ich) wenn man in einer indigen, schamanischen Gesellschaft aufwächst und dort von seinem Stamm und den Geistern als solcher initiiert und anerkannt ist.

Schamanisch PrakDSC_0500_HDRtizierend wird man in dem man eben genau das tut – schamanisch Praktiziert – schamanisch Arbeitet…  Ich bin der festen Überzeugung das jeder Mensch die Grundlagen im Schamanismus und der schamanischen Arbeit erlernen kann. Ich glaube wir alle habe die „Grundausrüstung“ um zumindest mit unserem Krafttier und dem Lehrer zusammen zu arbeiten. So wie wir auch alle singen oder malen können … deshalb werden wir ja auch nicht alle zu kleinen Netrebkos oder Van Goghs. Ob auch andere Spirits als unser Krafttier und Lehrer mit uns gemeinsam arbeiten und uns helfen wollen Anderen zu helfen – uns erlauben ihre Botschafter oder Vermittler zu sein – das liegt nicht in unserer Hand.

Die schamanischen Initiationen…

Wenn wir tatsächlich „berufen“ sind schamanisch zu arbeiten, also die Geister durch uns über unser eigenes Leben hinaus wirken wollen, bleibt uns häufig nicht unbedingt die Wahl. Viele Schamanen und viele schamanisch Praktizierende berichten von Krankheiten oder Krisen die ihrer Entwicklung als Schamanen voraus gegangen sind. Manche spüren auch schon seit ihrer Kindheit den Hang zum Unsichtbaren…  Viele dieser sogenannten Initiationen sind zuerst alles andere als angenehm. Manche manifestieren sich zuerst als spirituelle Erfahrungen – um im Nachhinein das ganze Leben durcheinander zu bringen – wieder andere beginnen in unserem materiellen Leben als Krise oder auch als Krankheit… Aber nicht jede Krankheit ist eine Initiation und auch nicht jede Initiation verursacht Krisen … Berufung und Initiation können ganz unterschiedliche Formen haben und annehmen – im Endeffekt kann niemand Euch Berufung oder Initiation absprechen oder zuweisen… das könnt Ihr immer nur selber erspüren, erfühlen –  Wer „berufen“ ist, also von den Geistern gerufen,  wird dies irgendwann sicher spüren und diesem Weg dann früher oder später auch folgen – folgen können… folgen dürfen… folgen müssen…

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Meine neue Website

Hier http://www.tunritha.de findet Ihr seit heute meine neue Internetseite.

Über Feedback und Gedanken zu der Seite freue ich mich natürlich sehr.

 

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Die Erde fleht um Hilfe ….tatsächlich?

DSC_0890Gerade um die Feiertage und das neue Jahr herum, sind überall Spendenaufrufe und Unterschriftenlisten zu den verschiedensten Themen zu finden. Viele dieser Kampagnen finde ich grundsätzlich richtig und wertvoll, aber was mich wirklich stört ist die Art wie „Mensch“ manchmal denkt…
So lese ich immer wieder das die Erde uns anfleht, bittere Tränen weint das wir sie nicht zerstören sollen usw. … Ich bin mir sicher die Erde weint tatsächlich… aber nicht um Gnade … sondern um uns… um das Leben wie es heute existiert und auch um uns Menschen als Spezies… denn wir werden sicher nicht die Erde zerstören sondern vor allem uns selbst.
Die Erde wird es noch sehr lange geben – sie wird noch immer da sein wenn der letzte menschliche Knochen längst zu Staub zerfallen ist…. Für die Erde sind wir kaum ein Wimpernschlag in ihrer langen Geschichte… für das Leben als solches werden wir nur eine kurze, vielleicht unangenehme Episode darstellen… möglicherweise ein tragischer Fehlschlag der Evolution sein… Aber Leben und Erde werden von uns nicht auf Dauer zerstört werden…. Das Leben findet immer einen Weg… im schlimmsten Fall wird es einen bakteriellen Neu-Start für diesen Planeten geben….
Wir sollten uns endlich mit dem Gedanken vertraut machen das wir vollkommen unwichtig sind – und bisher nur einen winzigen Bruchteil in der Geschichte der Erde ausmaDSC_0483chen… Wir Menschen, wir nehmen uns einfach viel zu wichtig… Im Guten wie im Schlechten…  Ja, wir müssen unbedingt damit aufhören diese, unsere Welt, zu missbrauchen, zu verheeren und das Leben, wie wir es kennen, zu beschädigen… Aber nicht weil wir die Erde zerstören würden, oder gar das Universum schaden nehmen würde… wir sollten damit aufhören aus unserem ureigenstem Interesse heraus, und auch weil es schlicht falsch ist andere Lebewesen derartig zu quälen wie Mensch es eben tut….
Die Erde braucht uns nicht…. WIR brauchen die Erde – und zwar so wie sie ist … und nicht so wie sie möglicherweise wird, wenn wir einfach weitermachen…
Ein Grund warum es überhaupt soweit kommen konnte, mit uns Menschen, ist ja das wir so auf unsere eigene Wichtigkeit bedacht sind… darauf wie Bedeutsam wir sind… die Krone der Schöpfung… diejenigen die sich die Welt „Untertan“ machen sollen…. Lasst uns nicht den selben Fehler noch einmal machen und unsere Bedeutung überschätzen… Wir sind vollkommen unwichtig, unbedeutend und klitzeklein…. und genau deshalb sollten wir darauf bedacht sein diesen Planeten nicht weiter aus seinem ökologischen Gleichgewicht zu bringen, für uns…. denn wir sind so unwichtig, das niemand uns retten wird wenn wir unser Zuhause so sehr verändern, das wir nicht mehr darin leben können. Es wird dann einfach jemand anders einziehen….DSC_0885_PS

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Ein Gebet für das Wyrd

Trommel_neu_nochmal2Manchmal geht die Inspiration seltsame Wege… die Beschäftigung mit Gebeten anderer Traditionen, insbesondere auch den Psalmen der Bibel ( Danke hier nochmal an D. und N.) –  hat mir in den letzten Tagen manch neue Idee und Eingebung beschert… Willkommene und weniger willkommene ;-)…

Unter Anderem auch dieses Gebet – das ich gerne mit Euch teilen möchte… :

Ich glaube an die Kraft die Alles durchdringt An die ursprüngliche Quelle
Ich glaube an das Licht das die Welten erleuchtet
und an das strahlende Netz das Alles verbindet

Ich glaube an die Einheit Aller Dinge
und das auch ich ein Teil des Ganzen bin
Ich glaube an das ewige Leben, die Unsterblichkeit des Geistes

Verbunden und verbündet bin ich mit  Göttern
Geistern
und  Ahnen

Ich bin in der Mitte des ewigen Gewebes und vollkommen erfüllt von seiner leuchtenden Kraft.

 

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Manaz

ManazDas voll materialisierte Potential.

Die getroffene Entscheidung.

Die Verwirklichte Idee – die tatsächliche Materie

Inkarniert

Der voll entwickelte Mensch.

Das Entstandene – das Ergebnis einer Tat

 

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Glaube ich an die Götter?

Ein lieber Freund hat mir diese Frage gestellt – und mich damit, einmal mehr, zum Nachdenken angeregt. Glaube ich an die Götter? Oder an Gott/Göttin? Wie ist diese Welt beschaffen?

Ich möchte Euch heute an meinen Ideen dazu teilhaben lassen – und würde mich freuen wenn Ihr mich auch an Euren Ideen dazu teilhaben lasst.

Für mich, ist dies ein durchaus nicht ganz leichtes Thema, aber es tut gut hier meine Gedanken darüber zu ordnen, oder es zumindest zu versuchen.

Ganz grob, glaube ich wohl an Wyrd *lach also nicht an den Roman selbstverständlich, auch wenn ich den super finde* – sondern an „Etwas“ das alles Lebende verbindet.  Eine Art Netztwerk. Vielleicht könnte man auch sagen, an eine universelle Lebenskraft, die alles durchströmt (oh weia- jetzt ich höre mich ja beinahe an wie George Lucas 😉 ).

Diese Lebenskraft kann uns in den unterschiedlichsten Formen erscheinen – u.a. eben auch als Götter, wahrscheinlich weil die Ausmaße, und die Beschaffenheit dieser „Kraft, die das Universum bewegt“ einfach unseren (oder wenigstens meinen“) Verstand übersteigen.

Wenn ich schamanisch arbeite, begegnen mir so einige Dinge „personifiziert“ –  Krankheiten, Elemente, Pflanzen usw. oder  auch Götter, meist mit recht einschlagenden Folgen.

Das macht es für mich ein wenig verwirrend und eben auch nicht immer ganz klar.

Obwohl ich also nicht daran glaube, das Zeus in Fleisch und Blut auf dem Olymp sitzt, habe ich mich  im „Schamanischen Bewusstseinstzustand“ schon mit „Freya“ oder „Odin“ unterhalten.

Also sind die Götter, vielleicht bestimmte Aspekte der „universellen Lebenskraft“ die sich mir, in dieser Form zeigen, damit ich überhaupt mit ihnen umgehen kann?

Grundvorraussetzung für die schamanische Arbeit ist der Geisterglaube… nicht in dem Sinne das man an „Gespenster“ glaubt, aber der Schamane glaubt an die „Beseeltheit“ der Welt (oder besser er erfährt die Beseeltheit der Welt). D.h. alles und jedes verfügt über eine Seele oder einen Seelenanteil, und mit diesem kann eben auch kommuniziert werden.

Alles Sein ist Erfahrung – und der Sinn in allen Dingen ist eben diese Erfahrung, das Erleben.

Als Teenager hatte ich zum ersten Mal den Gedanken das alle Seelen so etwas wie Funken einer „großen“ Flamme wären – und irgendwann auch wieder ein Teil davon werden.

Diese große Flamme wäre dann wohl so etwas wie „das Göttliche“ schlechthin. Und alles was wir kennen oder erleben sind Erscheinungsformen davon.

Auch wir Menschen sind damit nur ein kleiner Teil dieser eigentlichen Quelle, genau wie alle Geister, Götter, Tiere, Steine, Pflanzen etc – ähnlich auch der Vorstellung der Aborigines, in der sich die Welt und alles was existiert selbst ins Leben „träumt“, in einem unablässigem und ewigem Schöpfungsprozess…. Größe, Form und Beschaffenheit des Funkens haben vielleicht etwas mit dem „irdischen“ Erscheinungsbild der Seelenteile zu tun…

Zumindest habe ich mir das mal so vorgestellt – Wobei ich mir die Seele heute nicht mehr als grundsätzlich „ein Teil“ vorstelle sondern eher als etwas sehr variables – das man in Teilen auch verlieren kann oder auch einfangen (Seelenverlust – Seelenraub, aus Sicht des Schamanen eine Ursache für Krankheiten). Außerdem scheint es mir, als ob auch der Körper als solches einen eigenen „Seelenanteil“ hat. Die Cherokee z.B. glauben an 2 Seelenanteile in jedem Menschen – die Geistseele und die Körperseele (mehr oder weniger vergänglich), die Kunst ist es dann im Leben beide Seelenanteile gleichermaßen zu hegen und zu pflegen und nicht etwa einen Anteil verkümmern zu lassen.

 

Für mich hat die Welt, das Universum und der ganze Rest 😉 also schonmal grundsätzlich mind. 3 Ebenen, die einander selbstverständlich beeinflussen da alle 3 Ebenen ja immer Ausdruck ein und der selben „Wirklichkeit“ sind

– eine materielle Ebene, in der wir leben, existieren,  unsere alltägliche Welt also,

– eine beseelte Ebene, die Nicht-Alltägliche-Wirklichkeit und

– eine, sagen wir mal, …energetische Ebene in der alles eins ist und die ich mir beim besten Willen kaum vorstellen kann.

 

In der 2. Ebene also der Nicht-Alltäglichen-Wirklichkeit existieren die Götter – ich brauche also nicht an sie glauben, genausowenig wie ich an Dich oder meine Nachbarn glauben muss, in der Nicht-Alltäglichen-Wirklichkeit sind sie, die Götter, real. Aber letztendlich ist all das eine Ilusion und ermöglicht mir vor allem eines: Erfahrung… Die „Wahrheit“ hinter den Dingen übersteigt einfach meine Wahrnehmungsfähigkeiten und meinen Verstand.

Soweit dazu erstmal meine Gedanken dazu. Ich hoffe Dir hat der Ausflug in meine etwas verschrobene Gedankenwelt gefallen…

 

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Noch ein Gedicht….

Ragnarök

Stampfende Füße durch flüssige Glut

Eisige Winde, im Auge stets Wut

Es windet die Schlange sich drängend im Zorn

um Mitgards Strände und es dröhnt das Horn

 

Wabernde Nebel die kein Auge durchdringt

Der Ostwind nur Blut und Verwesung noch bringt

Überall steht der Himmel in Flammen

Nicht fern mehr die Zeit da die Götter selbst fallen

 

Die Sterne verdunkelt, Mond und Sonne verschlungen

Es herrscht Stille in Mitgard – Alle Lieder verklungen

….

Und doch eines Tages, das sei Euch gewiss

Kehren Menschen Geister und Götter zurück

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Nebelgesang

Nebelweiße Nächtlich Schatten
Nornensang und Disenwind
Wallend Wirbelnde Gestalten
Heute auf den Wegen sind
Dich die Disen heute rufen
Durch des Weltenbaums Geäst
Horche auf die hellen Stimmen
Hörst Du Deinen Namen nicht?
Sieh, die silbrig glänzend Schwingen
Scheinen sie nicht rabenschwarz?
Wodans Weiber – Freyas Töchter
Was sie webten – Schicksal wards
Diesen da bleibt nichts verborgen
Nicht Langes Leben – Nicht Frühes Grab

 

 

 

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Luftiges

Der Flug

Wie eine Schwanfrau schwebend
Mit weißen Schwingen gleißend im Licht
Flog ich frei und ungebunden
Fern allem irdisch Geschick

Zu der Winde Wolkenburg
Die im fernen Osten wogt
Geleitet mich tanzender Geister Hand
Geschützt und unbedroht

Windverhangen, Wolkenklar
Und doch aus weißer Nebelwand
Umweht, umtanzt, verzaubert gar
Unbeschwert an der Welten Rand

Sturmgrau stürmen seine Augen
Blitzen, stürzen auf mich ein
Wenn der wilde Ostwind tanzt
Wage ich mich mitten hinein

Grau wie Gewitter
Wie ein Gleißender Blitz
Das Schwert der Luft
Inspiration – Beginn und scharfer Schnitt

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Cernnunos

Eine Reise zu Cernunnos

 

Vor einiger Zeit habe ich, um mehr über Cernunnos zu erfahren, eine „Reise“ zu ihm unternommen.

Vieles auf dieser Reise war sehr privat, was wohl auch daran liegt das ich schon eine ganze Weile ein eher enges Verhältnis zu ihm habe.
Diese Mal war aber neu das ich nicht nur dem jungen, wilden Cernnunos begegnet bin sondern auch einer älteren, gereifteren und bärtigen Version – mit wildem lockigen Haar – irgendwie sehr königlich.

Ich nehme Cernnunos meistens als sehr „grüne“ und wilde Kraft – aber auch sehr weise und zauberisch wahr. Er scheint auch über eine nicht unerhebliche Heilkraft zu verfügen.

Zu Cernunnos reise ich schon seit dem Beginn meiner schamanischen Praxis, und ich habe diese Reisen immer als sehr initiatorisch und kraftvoll empfunden.
Erst später habe ich erfahren das Viele in Cernnunos auch so etwas wie einen schamnischen Gott sehen.

Wenn ich im Frühjahr im/oder am Wald bin habe ich manchmal fast den Eindruck das ich ihn sehen könnte. Das er jeden Moment hinter einem der Bäume hervor treten würde.
Einem älteren, bärtigem Cernunnos bin ich aber bisher nicht begegnet.

Cernunnos hat aber in beiden Varianten in denen ich ihm jetzt begegnet bin etwas ungemein lebendiges an sich und strotzt nur so vor Lebenskraft und grüner Power – Er scheint alles zum Leben erwecken zu können…. Hat aber auch einen wilden und dunklen Aspekt – vielleicht (s)einen „Jäger“ Aspekt und darin eben auch etwas unberechenbares – ich hörte ihn unglaublich viel Lachen – auch an Stellen die für uns Menschen nicht witzig sind.
Ich empfinde bei Cernnunos, trotz der Lebendigkeit auch einen starken Todesaspekt – und eine gewisse Unberechenbarkeit – man scheint nie wirklich zu wissen welche Lektion jetzt dran ist und wie das dann vor sich geht.

 

Dies hier entstand als „Nebenprodukt“ der Reise zu Cernnunos:

Cernunnos

Er ist im Schatten, im dunkelsten Grün
Im ewigen Atem der Stille
Er ist im Licht, im Sonnenschein
Der wilde Herr der Tiere
Er ist Ihr Jäger in dunkler Nacht
Doch gleichsam Jäger wie Beute
Er ist das Weiße im Auge des Hirschs
Im ewigen Tanz des Lebens
Er ist das Lachen im finstersten Wald
Der Pfeil auf des Jägers Sehne
Er ist der Jäger in sternkalter Nacht
Im glitzernden Schnee der brechende Ast
Er ist der Eber, der die Sau besteigt
Und auch das Rehkitz im fleckigen Kleid
Er ist im Grün der Lichtung im Wald
Und er ist das Moos an den Bäumen
Er ist Leben und Sterben zugleich
Im Anfang und Ende des heiligen Kreis
Der König der Wälder mit stolzem Geweih
Der ewige Hirsch – Ewig König sei

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