Runen – Bedeutung und Verwendung – Thurisaz

Thurisaz

 

Wortbedeutung: Riese (Thurse) oder Dorn

Lautwert: th

 

 

Runengedichte:

Altenglisch: Der Dorn ist sehr scharf,

Übel für jeden Ritter der ihn berührt

Äußerst unangenehm für alle,

die zwischen ihnen sitzen

Altnordisch: Der Dorn bereitet Frauen Qualen

Unglück macht wenig Menschen froh

Altisländisch: Thurs= Folter der Frauen

Und Bewohner der Felsen

und Gemahl einer Riesin

Stichworte und Bedeutung Thurisaz

Der Runenname aus den altnordischen und isländischen Runengedichten ist Riese. Die Riesen sind ein Symbol für die lebensfeindlichen Kräfte aber auch für besessen machende Triebe. So sind die Riesen zwar einerseits Kräfte der Natur, jedoch ungebändigt und häufig zerstörerisch. Sie sind zu mächtig und zu ungebärdig, eine Gefahr für die Ordnung des Universums.

So notwendig wie diese Kräfte einerseits für das Leben sind, so zerstörerisch und gefährlich sind sie auch. Thurisaz ist wie der Schmerz und die Gefahr bei der Geburt eines Kindes. Eine machtvolle und gefährliche Schwelle, die nicht unverändert überschritten wird und nichts für schwache Nerven.

Gleichzeitig schwingt bei Thurisaz auch die Stärke, Magie und Macht der Riesen mit – ihre fruchtbaren Kräfte, ihre lebensspendenden und schützenden Kräfte.

Die (Dornen)Hecke, die früher die Dörfer und Höfe umgab, war zwar wichtig für den Schutz vor Eindringlingen und wilden Tieren aber „in“ der Hecke zu sitzen oder festzuhängen ist natürlich äußerst unangenehm und schmerzhaft.

Als Bezwinger der Riesen steht auch Thor mit dieser Rune in direktem Zusammenhang.

Riese

Dorn

Unbändige Naturkraft

Thor

Fruchtbarkeit

Ungezügelte Triebe

Titanen und Titanenkraft

Schmerz

Schlaf (Schlafdorn, Dornröschen, Schlafzauber)

Hecke

Hagedise, Hagazussa, Hexe

Zauberei und auch Schadenszauber

Schutz

Verletzung

Eine gefährliche Schwelle, Barriere

Triebhaftes Verhalten

Zerstörerische Triebe

Blockade

Der Schatten im Unbewussten

Schutzwall, Schutzhecke

Was blockiert und was hindert?

Was schützt vor der Welt/Realität?

Magische Verwendung:

Ganz allgemein ist die Benutzung von Thurisaz magisch mit größter Vorsicht zu handhaben da die Kräfte dieser Rune nur schwer zu bändigen sind und sich auch verhältnismäßig schnell gegen den Runenmagier selbst wenden können.

Schutz

Waffe

Schlafzauber

Schadenszauber

Um ursprüngliche, riesische Kräfte anzuziehen

Kann Runenzauber mit dieser unbändigen Kraft aufladen

Kann Zauber und Energien zu ihrem Ursprung zurücksenden

Kann einen Schutzkreis ziehen aber auch einsperren

Als Teil einer „Fessel“ zu benutzen

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

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http://www.tunritha.de/WeltenbaumundAnderswelten.html

 

Kleine Einführung in die schamanische Runenarbeit:

http://blog.tunritha.de/?p=741

Natürlich werde ich auch demnächst wieder Runenseminare anbieten…

Die Termine findet Ihr dann hier:

http://www.tunritha.de/seminare.html

 

buecherVerwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

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Runen – Bedeutung und Verwendung – URUZ

UruzURUZ

Wortbedeutung: Auerochse oder Regen

Lautwert: u

Runengedichte:

Altenglisch: Der Auerochse ist anmutig und oben gehörnt,
das wilde Tier kämpft mit seinen Hörnern,
ein großartiger Wanderer der Moore, der eine mutige Kreatur ist.

Altnordisch: Schlacke kommt von schlechten Eisen;
oft läuft das Ren auf eisigen Schnee.

Altisländisch: Regen ist das Weinen der Wolken
und der Ernte Ruin
und des Hirten Hass.

Stichworte und Bedeutung von URUZ

Wenn man in den Runen, insbesondere auch im ersten Aett eine Art Schöpfungsgeschichte sieht, dann ist FEHU, die erste Rune, das ursprüngliche Feuer und URUZ, die zweite Rune, ist das ursprüngliche Wasser.

Gleichzeitig ist URUZ auch der mächtige Auerochse, mit starken Hörnern und mutigem Herzen.

Erde – Erdkraft

Ein Symbol der Stärke, der Standhaftigkeit aber auch ein Wesen das großen Schaden anrichten kann wenn es außer Kontrolle gerät.

Kraft und Stärke

Kraft die auch sehr plötzlich ausbrechen kann

Ursprüngliche, urtümliche Kraft

Ur-Kraft

URd-Brunnen

Erinnerungen die bis in die Urzeit zurückreichen, bis an den Anfang

Vorraussetzung für das Leben und die Schöpfung

körperliche Gesundheit und Kraft

Was „treibt“ uns vorwärts?

Was sind meine tiefsten Wurzeln?

Ursprung

Materie in Bewegung

Kein Stillstand – Stillstand ist Tod

Sich verwirklichendes Potential

Etwas das mit aller Kraft werden will

Hervorbrechen – Durchbrechen an die Oberfläche

Ungestüme, ungebremste Kraft

Bruch mit dem Alten, dem unbrauchbaren

Veränderung mit aller Kraft

Kampf und Zerstörung

Tief liegende Traumen die an die Oberfläche drängen

Ungehinderte Naturgewalten

„All Out Attack“

Heilung von Kriegsverletzungen

Erneuerung – kann Anfang und Ende sein

Ungehemmte Kraft

Erde – Erdkraft

Kann alles überrollen

Bringt aber auch starke Energie

Zerschlagen

Erdrutsch

Gewaltige Energien

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Magische Verwendung:

Allgemein:

Beim Zaubern mit Runen ist durchaus Vorsicht geboten da hier sehr genau gearbeitet werden muss.

Runen wie z.B. URUZ können sehr kraftvoll und auch überraschend wirken.

Am besten Runen auf vergängliches Material aufbringen, so das man im Zweifel Material und Zauber „auflösen“ kann durch die Zerstörung der Rune (Verbrennen, abschmirgeln etc.)

Für den Beginn für einen Runenzauber möglichst wenige Runen verwenden aber dafür eine sehr klare Intention.

DSC_0231_2_3_HDRps9fsFBNicht das es Euch ergeht wie die dem Burschen in der Egils Saga, der statt ein junges Mädchen verliebt in sich zu machen, dieses krank gemacht hat mit seinem schlecht gelungenen Zauber aus 10 verschiedenen Runen.

 

Runen ritze keiner,

Rät er nicht, wie es steht drum!

Manches Sinn schon, mein ich,

Wirren Manns Stab irrte,

Zehn der Zauberrunen

ziemten schlecht dem Kiemen:

Leichtsinn leider machte

Lang des Mädchens Krankheit.“ (Aus der Egils-Saga)

DSC_0584_5_6_HDRps4fsFBURUZ im Besonderen

Bei Zaubern für die körperliche Gesundheit

Um Dingen zum „Durchbruch“ zu verhelfen

Um etwas mit Kraft aufzuladen

 

Runenstellen im Wechsel mit ISA bei Rückenschmerzen

Zerbricht „Ungesundes“

Belebend und kräftigend

Um einem Vorhaben zum Durchbruch zu verhelfen und es besonders kräftig werden zu lassen.

Kann auch Chaos und Gewalt verursachen. Und wie die Hörner von Stier und Auerochse auch schlimme Verletzungen.

Aber genau diese Verletzungen lassen sich bei entsprechender Intention mit URUZ auch heilen.

Eine Rune um Verletzungen und Traumen zu heilen.

Rune der ungehinderten Energien und Kräfte.

Uruz bedarf der Zähmung sonst kann Uruz auch Gewalt und Zerstörung bedeuten.

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

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Die Termine findet Ihr dann hier:

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buecherVerwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

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Runen – Bedeutung und Verwendung – INGUZ

INGUZ/INGWAZ

InguzWortbedeutung: Yngwi oder Ing (Gottheit)

Lautwert: nj

Runengedichte:

Altenglisch: Ing wurde erstmals von Menschen unter den Ostdänen gesehen

Bis er von seinen Wagen gefolgt,

Über die Wellen nach Osten reiste

So benannten die Heardingen den Helden

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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Stichworte und Bedeutung von INGUZ/INGWAZ

Das Ursprüngliche Runenzeichen bestand,  laut W. Krause in “Untersuchungen zu den Runennamen II, aus einem Kreis und entsprach dem germanischen Symbol vom Jahres- oder Sonnenkreis, das bereits für die Bronzezeit belegt ist.

Yngwi oder Ing (Gottheit) bzw. Freir

Freya (als Sonnen- und Fruchtbarkeitsgöttin, aber auch als Muttergottheit und Vanin)

Inneres Schöpfungsfeuer

Schöpfung

Feuer der Erde

Beben/Erdbeben

Vulkane

Lebenskraft

Lust

Sexualität

Bauch/Unterleib

Auch Geburt und Geburtsschmerz/Wehen

Hitze

Samen

Fruchtbarkeit

Wachstum

Vanen/Vanaheim

Kraft aus der Erde

Die Gesamtheit des Universums

Hirsch

Herr der Tiere

Herr des Waldes

Eber

Wald

Männliche Fruchtbarkeit und Fruchtbarkeits-Riten/Mysterien

Weibliche Fruchtbarkeit und Fruchtbarkeits-Riten/Mysterien

Das Ergebnis der “Fruchtbarkeit”

Mühe und Anstrengung

Landwirtschaft

Selbstverwirklichung

Potential – Göttliches Potential oder Göttlicher Same

Farben: Rot, Orange, Gold

Heilung – Ganzwerdung

Aufhebung der Trennung – Vereinigung und die Kraft die aus Vereinigung entsteht

DSC_0956_7_8_HDRps2_FBMagische Verwendung:

Zur Invokation von Ing oder Freyr

INGUZ eignet sich hervorragend um auf die Kraft der Erde selbst bzw. auf die Kraft der Materie zuzugreifen.

Zu Heilungszwecken z.B. mit roter Ockerpaste auf geschwächten oder gespaltenen Körperteil malen

Sich “in” die Rune stellen um die Kraft der Erde anzurufen

Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen – erden – Kraft aus der Erde ziehen und dabei die Rune intonieren, laut und tief…

Rune stellen um die eigene Erdung und die eigene Kraft zu stärken

Zur Förderung der Fruchtbarkeit

Wenn etwas Neues durch Vereinigung “geschaffen” werden soll

Ein Tor nach Vanaheim – ein Tor zu den Vanen

Diese Rune kann helfen bei der Kommunikation und bei der Arbeit mit Tieren

z.B. in dem sie auf die Lippen invoziert oder gezeichnet wird.

Anrufen um das eigene Potential zu verwirklichen/zu erkennen/zu stärken bzw. um das wahre Selbst zu “gebähren”

Als Tor um Kraft aus der NAW in der AW zu manifestieren

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

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buecherVerwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

 

 

 

 

 

 

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Runen – Bedeutung und Verwendung – PERTHO

PERTHO

Die Geheimnisvolle….

PerthoWortbedeutung: unklar

Der rekonstruierte protogermanische Name bedeutet möglicherweise „Fruchtbaum“

Lautwert: p

 

 

Namen:

Althochdeutsch: Peord

Altenglisch: Peord, Peorth

Gotisch: Pairtha, Pertra

 

Runengedichte:

Das altenglische Runengedicht:

Peorth ist immer Spiel und Scherz den Reichen,

wo Krieger im Biersaal fröhlich zusammensitzen

(Übersetzung nach Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.)

oder:

Peord ist eine Quelle des Vergnügens

Und der Entspannung für die Großen,

Wenn die Krieger in der Festhalle vergnügt beisammensitzen.

(nach Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.)

Das altnordische Runengedicht:

Das altisländische Runengedicht

influx_FBStichworte und Bedeutung von Pertho

Pertho ist eine der geheimnisvollsten Runen des FUTHARKS, weshalb viele sie als genau das deuten: Geheimnis oder Schweigen

Die Deutungen sind vielfältig, eine weitere ist der Würfelbecher oder das Würfelspiel.

Im Althochdeutschen gibt es das Wort “perath” = leuchtend, strahlend, prächtig, glänzend – Über den Urdbrunnen wiederum wird uns berichtet das, das Wasser so heilig ist, dass alles, was damit in Berührung kommt, weiß wird. Außerdem schwimmen in der Quelle zwei Vögel namens „Schwäne“, von denen alle Tiere dieses Namens abstammen. (Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Gylfaginning. Kapitel 16)

Einige Forscher glauben an eine Entlehnung des p-Lautes und des Wortes PERTHO aus dem gallischen und stellen einen Zusammenhang zur Göttin “Perta” her. Perta wiederum ist, so wird vermutet eine gallische Quell-Göttin.

Ebenso gibt es die Theorie einer Entstehung aus dem alt-Norwegischen von “perða” – “anstrengen”.

Weisheit aus sich selbst heraus

Verbindung zu Frigg und Freyja (Freyja über Frigg: “Frigg weiß, mein ich, alle Schicksale, auch wenn sie selbst nichts sagt.” aus: Lokis Spottrede in Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.)

Zu sich selbst finden – eigene Weisheit finden

Würfelbecher – “Die Würfel sind gefallen”

Schicksal – Schicksalhaft

Schicksalhafte Wendungen und Veränderungen

Verbindung zu weiblichen Mysterien, zur Göttin

Verbindung zu den Nornen und dem Urd-Brunnen

Brunnen und Tiefe

Hollebrunnen – Die Orte wo die Seelen wiedergeboren werden, wo die Seelen der Kinder wieder in die Welt gebracht/geholt werden

Geburt/Gebärmutter

Höhle

Gang

Verbindung zu den Seelenvögeln wie Rabe, Schwan, Krähe, Reiher, Kranich, Storch

Das “wahre” Schicksal manifestieren

Glücksspiel

Tarotkarte „Rad des Schicksals“

DSC_0129_HDR_1024Magische Verwendung:

Für die Invokation des Urd-Brunnens

Unter der Geburt – Geburtserleichternd

Hilft das “Schicksal” zu erkennen

Runenkraft in sich hereinrufen um die eigene “Seelenkraft” zu gebären

Als Meditationshilfe wenn man sich selbst verliert/verloren hat

Diese Rune legt die Seelenkraft frei… legt das Schicksal frei

Als Schutz – Um einen geschützen Raum zu bauen in dem Geburt, Veränderung und Manifestation stattfinden kann.

Um Erinnerungen zu wecken – auch Erinnerungen an vergangene Leben oder vorgeburtliche Erfahrungen

Zur Invokation von Frigg oder anderer “ursprünglicher” Göttinnen wie Perta, Bercht, Perta, Berta oder Perchta (bei denen es sich nach Wolf-Dieter Storl um verschiedene Variationen der selben Ur-Göttin handelt).

DSC_0136Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

Seminar zur schamanischen “Erforschung” der 9 Welten Yggdrasils:

http://www.tunritha.de/WeltenbaumundAnderswelten.html

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http://www.tunritha.de/seminare.html

 

buecherVerwendete Quellen:

 

Vor allem eigene Reisen und Visionen zu den Runen daneben aber auch:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

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Schamanische Runen-Arbeit – Eine kleine Einführung

Schamanische Runen-Arbeit – Eine kleine Einführung

Anette Baumgarten

www.tunritha.de

Allgemeines zu den Runen

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Im Allgemeinen werden die Schriftzeichen des nördlichen Europas bzw. der „alten Germanen“ als Runen bezeichnet.

Runen ist ein zusammenfassender Begriff für zum Teil in Erscheinung, Anzahl der Zeichen und Bedeutung sich zeitlich und/oder regional teilweise unterscheidende Zeichenreihen.

Die Zeichen haben immer jeweils einen Lautwert sowie auch einen Begriffswert.

Zum Beispiel hat die Rune X den Lautwert G und den Namen GEBO – Gabe.

Des Weiteren konnten und können die Runen aber auch eine magische Bedeutung haben. An erhaltenen Runen-Inschriften gibt es sowohl profane, gar an moderne Kritzeleien erinnernde, als auch sehr magische und sakrale Inschriften.

Längere Texte in Runenschrift sind uns nicht überliefert, zumeist sind die Texte sehr kurz oder bestehen sogar nur aus einzelnen Worten oder Zeichen, kurzen Mitteilungen, Namen, Gedenksprüche und magische Formeln. Bei den meisten Inschriften sind sich die Experten keineswegs über deren Gehalt sicher.

So findet sich auf einem Kamm aus dem dänischen Moor Vimose die Inschrift „Harja“. Dies könnte meinen: „das zu den Haaren Gehörende“, als Umschreibung für „Kamm“. Oder es bedeutet: „der zum Heer gehörende“, also „Krieger“. Vielleicht hat sich hier auch ein Mitglied des Stammes der Harii verewigt, oder möglicherweise ist es einfach ein Männername.

Auch der Sinn der Inschrift ist damit unklar… wieso zum Beispiel sollte man einen Kamm mit KAMM beschriften?

Die Runen und die Runeninschriften sind auch nach Jahrhunderten der Forschung immer noch ein Rätsel für die Wissenschaft.

Dies passt auch gut zum Namen der Runen:

Etymologie – Bedeutung des Wortes RUNE:

Altenglish –  Runian: flüstern

Altenglish – Leodrunan:  Liedrunen

Althochdeutsch –  Rune: Mysterium, Geheimnis

Modernes Deutsch –  Raunen: Geflüster, geheimes Geflüster, Geheimnisse flüstern

Altirisch –  Run:  Geheimnis

Altnordisch –  Runar: Mysterien

Skaldisches Alt Isländisch – Runi: Gefährte, Freund, Berater

Isländisch –  Runnr: Waldland

Mittelwalisisch –  Rhin: Magischer Zauber

Finnisch –  Runo: Lied, Gesang, Beschwörung

Überliefertes zu den Runen

Neben den verschiedenen Runeninschriften (ca. 6.500 gesicherte Runeninschriften in ganz Europa bis nach Grönland, Südrussland, Griechenland, Italien) ist uns auch in der Literatur „Geheimnisvolles“ zu den Runen überliefert.

Die vermutlich älteste Runenreihe ist das sogenannte „ältere Futhark“ und besteht aus 24 Zeichen.

Obwohl die Existenz der 24er Reihe unbestritten ist, sind die germanischen Runennamen nicht direkt überliefert, sie wurden mit den späteren Listen kontinentalen, angelsächsischen und skandinavischen Ursprungs rekonstruiert:

den sogenannten Runica Manuscripta, die seit dem 9. Jh. in Handschriften bezeugt sind.

Die Runica Manuscripta belegen die bereits weiterentwickelten angelsächsischen und skandinavischen Runenreihen, deren Namen allerdings aus verschiedenen Gründen verändert oder umgedeutet worden sind, beispielsweise durch den Einfluss des Christentums.

Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die Runennamen, die übereinstimmend überliefert sind, auf die germanischen Namen zurückgehen.

Etwa im 5. Jh. entwickelten sich veränderte Runenreihen im angelsächsisch-friesischen Raum und in Skandinavien.

Aus dem gesamten germanischen Sprachraum sind uns verschiedene Runengedichte und Merkverse zum Erlernen der Runen in einer Zeitspanne von 900 Jahren überliefert.

Diese sind:

  • das Abecedarium Nordmannicum – Aufzählung der 16 Runen des jüngeren Futharks.
  • das angelsächsische Runengedicht mit 29 Strophen, hier sind 28 Runen des jüngeren Futharks überliefert.
  • das altnorwegische Runengedicht (vermutlich das älteste überlieferte) mit 16 Strophen; baut auf dem jüngeren Futhark auf, wie auch die anderen skandinavischen Runengedichte, das altisländische und das schwedische Runengedicht.

Obwohl die Sprichworte und Texte vermutlich teilweise ersetzt wurden, zeigen ihre Gemeinsamkeiten eine wahrscheinliche ältere, gemeinsame Tradition auf.

Die Runengedichte sind Ausdruck ihrer Zeit, so dass sich christliche und heidnische Motive und Inhalte mischen.

Sie entstanden als Produkt der Auseinandersetzung zweier unterschiedlicher Kulturkreise, nämlich des germanischen, heidnischen und des christlich-lateinischsprachigen.

Dortlässt sich an einigen Stellen die bewusste Ausmerzung der heidnischen Züge erkennen.

Es wird angenommen, dass Teile der Runengedichte lange Zeit nur mündlich überliefert wurden.

Neben den Runengedichten des Mittelalters kennen wir die Runen aber auch noch von Venantius Fortunatus (6. Jh.), von Herbanus Maurus (9. Jh.), Saxo Grammaticus (12. Jh.) und aus den verschiedenen isländischen Sagas.

In den Sagas:

In den isländischen Sagas gilt besonders der Skalde Egil als runenkundig. So wird uns berichtet, dass er an das Krankenbett eines jungen Mädchen gerufen wird und dort einen mit Runen geritzten Fischkiemen vorfindet, den ihr jemand unters Bett gelegt hatte.

Egil schabt die Krankheitsrunen ab, und bevor er ihr selbst Heilungsrunen ritzt, spricht er Folgendes:

Runen ritze keiner,

Rät er nicht, wie es steht drum!

Manches Sinn schon, mein ich,

Wirren Manns Stab irrte,

Zehn der Zauberrunen

ziemten schlecht dem Kiemen:

Leichtsinn leider machte

Lang des Mädchens Krankheit.“

Es stellte sich im weiteren Verlauf heraus, dass ein verliebter Bauernbursche das Mädchen mit einem Liebeszauber belegen wollte, dieser aber schief ging, da es ihm (dem Jungen) an echtem Runenwissen mangelte.

Aus der Lieder-Edda:

In der Lieder-Edda finden wir im „Havamal“, dem Lied des Hohen, ebenfalls mehrere Strophen über die Runen, unter anderen auch über deren mythologischen Ursprung (nach der Karl Simrock Übersetzung):

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
Aus welcher Wurzel er sproß.

Sie boten mir nicht Brot noch Met;
Da neigt ich mich nieder
Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend:
Endlich fiel ich zur Erde.

Hauptlieder neun lernt ich von dem weisen Sohn
Bölthorns, des Vaters Bestlas,
Und trank einen Trunk des teuern Mets
Aus Odhrörir geschöpft.

Zu gedeihen begann ich und begann zu denken,
Wuchs und fühlte mich wohl.
Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort,
Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.

Runen wirst du finden und Ratstäbe,
Sehr starke Stäbe,
Sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
Sie ritzte der hehrste der Herrscher.

Odin den Asen, den Alfen Dain,
Dwalin den Zwergen,
Alswid aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.

Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du, wie man senden, weißt wie man tilgen soll?

Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
So ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.

Ebenfalls in der Lieder-Edda finden wir dasSigrdrífumál(Das Lied von Sigrdrifa), in dem sie ihren „Erlöser“ Weisheit und die Macht der Runen lehrt (ebenfalls in der Simmrock-Übersetzung der Edda von 1876):

Sigurdrifa sprach:

5

Bier bring ich dir, du Baum in der Schlacht,
mit Macht gemischt und Mannesruhm,
Voll der Lieder und lindernder Sprüche,
Guter Zauber voll und Freudenrunen.

6

Siegrunen schneide, wenn du Sieg willst haben;
Grabe sie auf des Schwertes Griff;
Auf die Seiten Einige,
Andere auf das Stichblatt
Und nenne zweimal Tyr.

7

Älrunen kenne, dass des Andern Frau
Dich nicht trüge wenn du traust.
Auf das Horn ritze sie und den Rücken der Hand
Und mal ein N (Noth) auf den Nagel.

8

Die Füllung segne vor Gefahr dich zu schützen
Und lege Lauch in den Trank.
So weiß ich wohl wird dir nimmerdar
Der Meth mit Wein gemischt.

9

Bergrunen schneide, wenn du bergen willst
Und lösen die Frucht von Frauen,
In die hohle Hand und hart um die Knöchel
Und heische der Disen Hülfe.

 

10

Brandungsrunen schneide, wenn du bergen willst
Im Sund die Segelrosse;
Aufs Steven sollst du sie und aufs Steuerblatt ritzen,
Dabei ins Ruder brennen:
Nicht so wild ist der Sturm, nicht so schwarz die Welle,
Heil kommst du heim vom Meere.

11

Astrunen kenne, wenn du Arzt willst sein
Und Wunden wissen zu heilen.
In die Rinde ritze sie und das Reis am Baum,
Wo ostwärts die Äste sich wenden.

12

Gerichtsrunen kenne, wenn du der Rache willst
Deiner Schäden sicher sein.
Die winde du ein, die wickle du ein
Und setze sie alle zusammen
Bei der Mahlstätte, wo Männer sollen
Zu vollzähligem Gerichte ziehen.

13

Geistrunen schneide, willst du klüger scheinen
Als ein anderer Mann.
Die ersann und sprach, die schnitt zuerst
Odhin, der sie auserdacht
Aus der Flut, die geflossen war
Aus dem Hirn Heiddraupnirs;
Aus dem Horn Hoddraupnirs.

14

Auf dem Berge stand er mit blankem Schwert,
Den Helm auf dem Haupte.
Da hub Mimirs-Haupt an weise das erste Wort
Und sagte wahre Stäbe.

15

Auf dem Schilde stünden sie vor dem scheinenden Gott,
Auf Arwakurs Ohr und Alfwidurs Huf,
Auf dem Rad, das da rollt unter Rögnirs (Ökuthôrs) Wagen,
Auf Sleipnirs Zähnen, auf des Schlittens Bändern.

16

Auf des Bären Tatze, auf Bragis Zunge,
Auf den Klauen des Wolfs und den Krallen des Adlers,
Auf blutigen Schwingen, auf der Brücke Kopf,
Auf des Lösenden Hand und des Lindernden Spur.

17

Auf Gold und Glas, auf dem Glück der Menschen,
In Wein und Würze, auf der Wala Sitz,
Auf Gungnirs Spitze und Granis Brust,
Auf dem Nagel der Norn und der Nachteule Schnabel.

18

Geschabt wurden alle, die geschnitten waren,
Mit hehrem Meth geheiligt
Und gesandt auf weite Wege.
Die sind bei den Asen, die bei den Alfen,
Die bei weisen Wanen,
Einige unter Menschen.

19

Das sind Buchrunen, das sind Bergrunen,
Dieß alle Älrunen
Und rühmliche Machtrunen,
Wer sie unverwirrt und unverdorben
Walten lässt zu seinem Wohl.
Lerne sie und lass sie wirken
Bis die Götter vergehn.

20

Wähle nun, da die Wahl dir geboten ist,
Scharfer Waffenstamm:
Sagen oder Schweigen ersinne dir selber;
Alle Meinthat hat ihr Maß.

Runen und Runengedichte

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FEHU

FehuWortbedeutung: Vieh, Rind(er), Schatz

Lautwert: f

Runengedichte

Altenglisch: Wohlstand ist angenehm für alle;
dennoch muss jeder ihn frei gewähren,
wenn er Ehre im Auge des Herrn gewinnen will.

Altnordisch: Wohlstand ist eine Quelle für Zwist zwischen Verwandten;
Der Wolf lebt im Wald.

Altisländisch: Wohlstand ist eine Quelle für Zwist zwischen Verwandten
und das Feuer des Meeres
und der Pfad der Schlange.

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FEHU

URUZ

UruzWortbedeutung: Auerochse oder Regen

Lautwert: u

Runengedichte:

Altenglisch: Der Auerochse ist anmutig und oben gehörnt,
das wilde Tier kämpft mit seinen Hörnern,
ein großartiger Wanderer der Moore, der eine mutige Kreatur ist.

Altnordisch: Schlacke kommt von schlechten Eisen;
oft läuft das Ren auf eisigen Schnee.

Altisländisch: Regen ist das Weinen der Wolken
und der Ernte Ruin
und des Hirten Hass.

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URUZ

THURISAZ

ThurisazWortbedeutung: Riese (Thurse) oder Dorn

Lautwert: th

Runengedichte:

Altenglisch: Der Dorn ist sehr scharf,

Übel für jeden Ritter der ihn berührt

Äußerst unangenehm für alle,

die zwischen ihnen sitzen

Altnordisch: Der Dorn bereitet Frauen Qualen

Unglück macht wenig Menschen froh

Altisländisch: Thurs= Folter der Frauen

Und Bewohner der Felsen

und Gemahl einer Riesin

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THURISAZ

THURISAZ 2

ANSUZ

Ansuz2Wortbedeutung: Ase

Lautwert: a

Runengedichte:

Altenglisch: Os ist die Quelle aller Sprache

Eine Säule der Weisheit

Und ein Trost für weise Männer

Ein Segen und eine Freude

für jeden Ritter

Altnordisch: Oss ist der Weg der meisten Reisen

Die Scheide ist für das Schwert

Altisländisch: Oss= betagter Gautr (Gott)

Und Prinz von Asgard

Und Herr von Walhalla

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ANSUZ

RAIDO

RaidoWortbedeutung: Rad, Ritt oder Reiten

Lautwert: r

Runengedichte:

Altenglisch: Rad scheint leicht für jeden Krieger,

Wenn er zu Hause ist,

Und ist sehr mutig für jenen,

Der auf den großen Straßen reist,

Auf dem Rücken eines starken Pferdes

Altnordisch: Raid soll das Schlimmste für Pferde sein

Reginn schmiedete das beste Schwert

Altisländisch: Reid=Freude des Reiters

Und schnelle ReisefragenUnd Mühe des Pferdes

Iter=Reise

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RAIDO

KENAZ

Kenaz2Wortbedeutung: Fackel oder Geschwür

Lautwert: k

Runengedichte:

Altenglisch: Cen ist jedem lebenden Menschen bekannt.

Seine blasse, helle Flamme

Brennt immer dort,

wo Adelige drinnen sitzen

Altnordisch: Kaun ist für Kinder tödlich. Der Tod macht die Leiche blass.

Altisländisch: Kaun=tödlich für Kinder

Und schmerzhafte Stelle

Und Wohnort der Abtötung

Flagella=Geschwür

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KENAZ

GEBO

GeboWortbedeutung: Geben, Gabe

Lautwert: g

Runengedichte:

Altenglisch: Gyfu sorgt für Ruhm und Ehre

Die das eigene Ansehen heben

Es bringt Hilfe und Unterhalt

Für alle unglücklichen Menschen

Die nichts anderes haben

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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GEBO

WUNJO

WunjoWortbedeutung: Wonne, Glück, Segen, Lust

Lautwert: w

Runengedichte:

Altenglisch: Wenne genießt jener, der kein Leiden

Keine Trauer oder Sorge kennt,

Der Wohlstand und Glück hat

Und ein hinreichend gutes Haus

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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WUNJO

WUNJO 2

HAGALAZ

HagalazWortbedeutung: Hagel

Lautwert: h

Runengedichte:

Altenglisch: Haegl ist das weißeste Korn,

Es fällt vom Himmelsgewölbe,

Wird vom Wind umhergewirbelt

Und schmilzt dann zu Wasser

Altnordisch: Hagall ist das kälteste Korn, Christus schuf die Welt in alter Zeit

Altisländisch: Hagall ist kaltes Korn, und Graupelschauer

Und Krankheit der Schlangen

Grando=Hagel

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HAGALAZ

HAGALAZ 2

NAUTHIZ

NaudizWortbedeutung: Notwendigkeit, Bedürfnis, Zwang, Pflicht, Wünschen

Lautwert: n

Runengedichte:

Altenglisch: Nyd ist bedrückend für das Herz,

Doch oft erweist es sich als Quelle,

Der Hilfe und Erlösung für jeden

Falls der es zur rechten Zeit beachtet

Altnordisch: Naudr lässt einem keine Wahl, ein nackter Mann friert in der Kälte

Altisländisch: Naud ist der Schmerz der Magd, und ein Zustand der Unterdrückung

Und mühsame Arbeit

Opera=arbeit

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NAUTHIZ

ISA

IsaWortbedeutung: Eis

Lautwert: i

Runengedichte:

Altenglisch: Is ist sehr kalt und äußerst glatt.

Es glänzt so rein wie Glas

Und fast wie Edelsteine

Es ist ein Boden der vom Frost geschaffen wird

Und sehr schön anzusehen

Altnordisch: Is nennen wir die breite Brücke

der Blinde muss geführt werden

Altisländisch: Is ist die Rinde des Flusses, Und das Dach der Welle

Und die Zerstörung der Verdammten

Glacies ist Eis

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ISA

JERA

JeraWortbedeutung: Jahr oder Ernte

Lautwert: j

Runengedichte:

Altenglisch: Ger ist eine Freude für die Menschen,

Wenn Gott, der heilige König des Himmels, gestattet,

Dass die Erde glänzende Früchte hervorbringt

Für die Reichen ebenso wie für die Armen

Altnordisch: Ar ist ein Segen für die Menschen,

Ich sage, dass Frothi (Fro/Freyr) großzügig war.

Altisländisch: Ar ist ein Segen für die Menschen

und guter Sommer

und gedeihende Ernte

Annus ist Jahr

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JERA

EIWAZ

EihwazWortbedeutung: Eibe

Lautwert: zwischen e und i, möglicherweise auch ei

Runengedichte:

Altenglisch: Eoh ist ein Baum mit rauer Rinde,

Hart und fest in der Erde

Gestützt von seinen Wurzeln

Ein Wächter der Flamme

Und eine Freude auf einem Hof

Altnordisch: Yr ist der grünste Baum im Winter, Wenn er brennt dann knistert er.

Altisländisch: Yr ist der gespannte Bogen

Und brüchiges Eisen

und der Riese des Pfeils

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EIWAZ

PERTHO

PerthoWortbedeutung: Der rekonstruierte protogermanische Name bedeutet „Fruchtbaum“

Lautwert: p

Runengedichte:

Altenglisch: Peord ist eine Quelle des Vergnügens

Und der Entspannung für die Großen

Wenn die Krieger in der Festhalle

Vergnügt beisammensitzen

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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Bedeutung und Verwendung von Pertho

PERTHO

 

ALGIZ

AlgizWortbedeutung: Elch

Lautwert: am Wortende *z

Runengedichte:

Altenglisch: Eohl – Schilf wird meist

In einer Marsch gefunden, es wächst im Wasser

Und macht eine schreckliche Wunde

Jeder Krieger der es berührt

Wird mit Blut bedeckt

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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ALGIZ

Reisezauber mit Algiz

SOWILO

SowiloWortbedeutung: Sonne

Lautwert: s

Runengedichte:

Altenglisch: Sigel ist eine Freude für Seefahrer

Wenn sie hinausfahren

Über das Bad der Fische

Bis das Pferd der Tiefe

Sie wieder an Land trägt

Altnordisch: Sol ist das Licht der Welt, Ich beuge mich dem göttlichen Gebot

Altisländisch: Sol ist der Schild der Wolken

Und leuchtender Strahl

Und Zerstörer des Eises

Rota=Rad

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SOWILO

TEIWAZ

TeiwazWortbedeutung: Tiu, Tiwaz oder Tyr – eine der ältesten indoeuropäischen Gottheiten

Lautwert: t

Runengedichte:

Altenglisch: Tiw ist ein Leitstern, gut hält er seine Treue
Den Fürsten; er ist immer auf seiner Bahn
Über den Nebeln der Nacht, und versagt niemals.

Altnordisch: Tyr ist ein einhändiger Gott, Der Schmied muss oft blasen

Altisländisch: Tyr ist ein einhändiger Gott,

Die Überreiste des Wolfs und der Prinz der Tempel

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TEIWAZ

BERKANA

BerkanaWortbedeutung: Birke

Lautwert: b

Runengedichte:

Altenglisch: Beorc trägt keine Früchte, doch ohne Samen bringt sie Schößlinge hervor,

Denn sie entsteht aus ihren Blättern

Wundervoll sind ihre Äste

Und reich geschmückt

Ist ihre hohe Krone

Die bis in den Himmel reicht

Altnordisch: Bjarkan hat die grünsten Blätter aller Büsche,

Loki war in seinem Betrug erfolgreich

Altisländisch: Bjarkan ist ein Zweig mit Blättern.

Und ein kleiner Baum

und ein frischer junger Busch

Absies ist eine Fichte (oder Kiefer)

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BERKANA

EHWAZ

EhwazWortbedeutung: Pferd, Ehe

Lautwert: e

Runengedichte:

Altenglisch: Eh ist den Prinzen eine Freunde

In der Anwesenheit von Kriegern

Ein Pferd, stolz auf seinen Hufen

Wenn reiche Menschen auf Pferderücken

Darüber Worte austauschen

Und ist immer eine Quelle des Trostes

Für die Rastlosen

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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EHWAZ

MANAZ

ManazWortbedeutung: Mann oder Mensch

Lautwert: m

Runengedichte:

Altenglisch: Der frohe (Mensch) ist seinen Verwandten lieb,

Doch jeder Mensch ist verdammt

Seine Gefährten zu verraten

Da der Herr durch sein Gebot

Das üble Aas der Erde übergibt

Altnordisch: Madr ist eine Erhöhung des Staubes,

Groß ist die Kralle des Falken

Altisländisch: Madr ist die Freude der Menschen

Und eine Erhöhung von Staub

Und ein Schmuck der Schiffe

Homo=Mensch

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MANAZ

LAGUZ

WortbedeutungLaguz: Wasser oder See

Lautwert: l

Runengedichte:

Altenglisch: Lagu scheint für die Menschen unendlich

Wenn sie auf der schwimmenden Barke reisen

Und die Wellen der See sie ängstigen

Und das Pferd der Tiefe

Seine Zügel nicht beachtet

Altnordisch: Logr ist ein Fluss, der von einem Berghang fällt,

Und Schmuckstücke sind aus Gold gemacht

 

Altisländisch: Lögr ist ein wirbelnder Strom

Und ein breiter Geysir

Und das Land der Fische, Lacus ist ein See

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LAGUZ

INGUZ/INGWAZ

InguzWortbedeutung: Yngwi oder Ing (Gottheit)

Lautwert: nj

Runengedichte:

Altenglisch: Ing wurde erstmals von Menschen unter den Ostdänen gesehen

Bis er von seinen Wagen gefolgt,

Über die Wellen nach Osten reiste

So benannten die Heardingen den Helden

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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Bedeutung und Verwendung von INGUZ

INGUZ

OTHILA

OthilaWortbedeutung: Erbbesitz, Stammgut, in der Sippe erbliches Vermögen

Lautwert: o

Runengedichte:

Altenglisch: Ethel ist jedem sehr lieb,

Wenn er in seinem Haus genießen kann

Was auch immer recht und gut ist

In beständigem Wohlstand

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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OTHILA

DAGAZ

IMG_1207-2Wortbedeutung: Tag

Lautwert: d

Runengedichte:

Altenglisch: Daeg, das glänzende Licht des Schöpfers,

Wird vom Herrn gesandt und von den Menschen geliebt,

Es ist eine Quelle der Hoffnung und des Glücks

Für Reich und Arm und steht alles zu Diensten

Altnordisch: –

Altisländisch: –

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DAGAZ

Übersetzungen nach Jan Fries, Helrunar

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Runen in der schamagischen Arbeit

Viel ist schon geschrieben worden über Herkunft und Bedeutung der Runen. Es ist ein sehr spannendes und geheimnisvolles Forschungsfeld, mit dem man sich unbedingt ebenfalls beschäftigen sollte, wenn man ernsthaft die Runen studieren will.

Ebenso wichtig wie all das Geschriebene und leider etwas spärlich überlieferte Wissen finde ich jedoch das persönlich erfahrbare visionäre Wissen über die Runen.

Als ich vor Jahren damit begann, mich ernsthaft mit den Runen (dem 24er, älteren Futhark) auseinanderzusetzen, tat ich dies (zumindest vorerst) nicht mit den Büchern, Sagas, Quellen und Interpretationen anderer bewaffnet. Ich näherte mich ihnen visionär, mit Hilfe der schamanischen Reise.

Im Verlauf einiger Monate, ja eigentlich Jahre, bereiste ich immer wieder einzelne Runen oder auch die Gesamtheit des Systems „Runen“. Mein persönliches visionäres Erleben der Runen, aber auch die Erfahrung der Runenenergien selbst, ganz direkt in meinem Leben, in der Invokation, der Evokation, oder während des Runen-Stellens, glich ich immer wieder mit den Ergebnissen anderer ab, seien es nun wissenschaftliche, archäologische, etymologische oder auch magische Studien und Erfahrungen anderer Praktiker.

Dies hat mir einen wahren Schatz an Erkenntnissen gebracht, den ich immer noch nicht in seiner Gänze gehoben habe. Wie es aussieht, werden mir die Runen noch genug Stoff und Geheimnis für ein ganzes Leben des Lernens und darüber hinaus bieten…

Ich habe auf diese Weise viel gelernt, über mich, das Universum, meinen Platz darin und die nordische Mythologie.

Ein wenig möchte ich Euch an diesen Erfahrungen teilhaben lassen…

Viele reduzieren die Runen zu einem „Orakel-Spiel“, mit dem sie in die Zukunft blicken wollen, oder auch zu einem bloßen „Zaubersystem“, mit dem der geübte Schamagier sich Gesundheit, Kraft und Wohlstand ins Leben „zaubern“ mag.

Ich habe die Runen jedoch nicht als etwas derart Simples und Manipulatives erlebt, sondern als äußerst komplexes, mythisches, kraftvolles, magisches und weises Gesamtwerk, in dem sich das gesamte Universum in nur 24 Zeichen spiegelt.

Trommel-neu_HDRDieses Spannungsfeld aus Einfachheit (nur 24 Zeichen) und Komplexität (das gesamte Universum, ja das Wyrd als Ganzes) machen die Runen so kraft- und geheimnisvoll, aber während der schamanischen Reise, des Seelenfluges auch so überaus leicht zugänglich.

Jede Rune ist äußerst vielschichtig –  in ihrer Bedeutung, aber auch in ihren Verwendungsmöglichkeiten. Eine jede Rune enthält einen ganzen Schatz an Weisheiten über das Leben, die Welten, das Wyrd und über die Möglichkeiten, die uns offenstehen, über die Herausforderungen, die es zu bestehen gilt.

Gerade der schamanisch visionäre Weg oder Zugang zu den Runen ist meiner Ansicht nach, der Schlüssel zu ihrer wahren Bedeutung und Kraft.

Selbst die Entstehung der Runen, wie sie uns im Havamal in der Edda beschrieben wird, ist eine zutiefst schamanisch visionäre Geschichte, die außerdem andeutet, dass die Runen schon wesentlich älter sind:

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
Aus welcher Wurzel er sproß.

Sie boten mir nicht Brot noch Met;
Da neigt ich mich nieder
Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend:
Endlich fiel ich zur Erde.

Hauptlieder neun lernt ich von dem weisen Sohn
Bölthorns, des Vaters Bestlas,
Und trank einen Trunk des teuern Mets
Aus Odhrörir geschöpft.

Zu gedeihen begann ich und begann zu denken,
Wuchs und fühlte mich wohl.
Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort,
Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.

Runen wirst du finden und Ratstäbe,
Sehr starke Stäbe,
Sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
Sie ritzte der hehrste der Herrscher.

Odin den Riesen, den Alfen Dain,
Dwalin den Zwergen,
Alswid aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.

Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du, wie man senden, weißt wie man tilgen soll?

Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
So ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.

(aus der Lieder-Edda, Havamal, Odins Runen-Lied, nach der Karl Simrock Übersetzung)

ImWaldHier wird beschrieben, wie der „ultimative“ Schamane/Schamanengott Odin sich selbst verletzt und unter Schlaf- und Nahrungsentzug in einen Baum hängt, um dann in Trance und Vision die Weisheit der Runen zu lernen.

Wie können wir da erwarten, nur durch bloßes Auswendiglernen und gelehrtes Lesen hinter das Geheimnis der Runen zu kommen?

Die 24 Runen des älteren Futharks sind eine sehr alte und vollständige Weisheitslehre (einige Zeichen sehen wir schon auf den Höhlenbildern von vor 30.000 Jahren), die sich dem, der es wirklich will, in der Vision beinahe von selbst erschließt.

Trommel_neu_nochmal2Das gesamte Wyrd, mit allem Wissen um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, der Inhalt aller Welten und aller Mythen, sind in diesen wenigen Zeichen enthalten. Durch die schamanische Arbeit mit den Runen, die tiefe Versenkung in sie, kann sich dem schamagischen Praktiker eine ganz neue Sicht auf diese und die anderen Welten eröffnen. Die Runen sind aber auch ein vollständiges magisches System, mit dem sich einzelne Begebenheiten beeinflussen lassen, mit denen äußerst kraftvoll gezaubert werden kann. Sie können genutzt werden für die Divination, als Orakel, aber genauso sind sie Schriftzeichen; sakral, aber auch profan, und auch dies gehört zur „Gesamtheit“ der Runen… sie sind nicht „nur“ heilig, sondern eben auch „gebrauchsfertig“ und praktisch.

Die Kraft der Runen erfordert Fokus, Absicht und Willen, um ihren Zauber freisetzen zu können:

Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du, wie man senden, weißt wie man tilgen soll? „

park8Obwohl uns also die Runen, wie wir sie heute kennen und erforschen, von den „alten Germanen“ überliefert sind und sich über diese und ihre Mythen auch ein guter Zugang zu ihnen finden lässt, ist das System „Runen“ und viele der Runenzeichen wohl wesentlich älter und universeller.

Der „Weg der Runen“ als europäischer Weg der Einweihung ist sicher kein ganz einfacher und erfordert, wie alle Einweihungswege, eine gewisse Hingabe und Vertrauen in die geistige Welt und in unsere Verbündeten. Ich für meinen Teil kann jedoch sagen: es lohnt sich ihn zu gehen.

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Hier gibt es den gesamten Beitrag als PDF zum kostenlosen Download:

Runeneinführung

 

Literaturliste Runen:

Düwel, Klaus (1968): Runenkunde. Stuttgart.

Bauer, Alessia (2003): Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung. Wien.

Fries, Jan (1997): Helrunar, Ein Handbuch der Runenmagie. 3. Auflage, Bad Ischl.

Aswynn, Freya (1991): Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter, Magie, Nordische Mythologie & weibliche Mysterien. Himberg.

Dieterich, Udo Waldemar: Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens.

Übersetzungen der Edda:

Krause, Arnulf (2006): Die Götterlieder der älteren Edda. Stuttgart.

Krause, Arnulf (2001): Die Heldenlieder der älteren Edda. Stuttgart

Stange, Manfred (Hrsg.) (2011): Die Edda – Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen – Vollständige Textausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock

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Runen – Bedeutung und Verwendung – LAGUZ

Laguz

Laguz

Wortbedeutung: Wasser oder See

Lautwert: L

Namen:

Althochdeutsch: Laguz, Lagu

Altenglisch: Lagu

Altnordisch: Lagu, Lagur, Lögr

Gotisch: Lagus, Laas

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Runengedichte:

Das altenglische Runengedicht:

Lagu scheint für die Menschen unendlich

wenn sie auf der schwimmenden Barke reisen

Und die Wellen der See sie ängstigen

Und das Pferd der Tiefe

Seine Zügel nicht beachtet

 

Das altnordische Runengedicht:

Logr ist ein Fluss, der von einem Berghang fällt,

Und Schmuckstücke sind aus Gold gemacht

 

Das altisländische Runengedicht

Lögr ist ein wirbelnder Strom

Und ein breiter Geysir

Und das Land der Fische

Lacus ist ein See

(Übersetzungen nach Jan Fries, Helrunar)

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Stichworte zur Bedeutung von Laguz

Gefühle, Liebe, Herz

geöffnetes Herz, freifließende Gefühle

Feine Wahrnehmung

Vision

Reinigend

transformiert, zerlegt, setzt neu zusammen

kann die Umstände oder “Etwas” vollkommen umdrehen oder neu gestalten

Wenn das geistige Bild stark genug ist, kann man mit dieser Rune alles verändern

Kann die Dinge ins Fließen bringen aber auch anhalten

Lässt die Zeit still stehen

Laguz öffnet Tore in die Anderswelt

Geduld… alles zu seiner Zeit… alles hat seine Zeit

Gestaltwandel

Veränderlichkeit

Neuausrichtung

Der Skaldenmet – die goldene Flüssigkeit die das Wissen der Welt enthält

Jedes Ding hat seine Zeit… Leben, Sterben – alles in und zu seiner Zeit

Fließe mit dem Leben… sei Lebendig… sei Fluss

Heilungsrune – lässt die Lebenskraft und die Selbstheilungskräfte fließen… bringt ins Fließen

Laguz fordert auf mehr in die Tiefe zu gehen, tiefer einzutauchen in den Ozean des Wissens, die Tiefen von Universum und Weltenbaum oder auch in die Tiefen der eigenen Seelen und Gefühlswelten

Laguz verbindet und vereint auch scheinbare Gegensätze

Weisheit als Verbindung von Herz und Verstand

Laguz ist auch Licht… das Licht der Tiefe… das leuchtende Wasser …. das Licht des Universums … das Licht im Herzen

Laguz kann als Waffe benutzt werden

Kann den Zorn beruhigen und heilen

Laguz kann das Meer beruhigen oder auch in Aufregung versetzen und es sturmtosend sein lassen.

Eine Rune des Zorns und der Ruhe gleichzeitig

Rune der Ekstase – auch mit sexuellen Untertönen

Kann wahnsinnig machen

Laguz ist die Vielheit in der Einheit….

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Magische Verwendung

Gestaltwandel

Zur Unterstützung von Visionen

Verbindend

Transformierend

Heilend

Kontrolle über den “Fluss” der Zeit

Öffnet die Tore in die Anderswelt

Bringt in Fluss

Als Waffe

Um die Meere, die Wasser oder auch das mystische Wasser in der Seele zu berherrschen

aufzuwühlen oder zu beschwichtigen (beruhigend in seiner aufrechten Position, aufwühlend wenn sie gestürzt wird)

Blut und Blutfluss kontrolieren

Bei Blutdruckerkrankungen, Herzerkrankungen oder Erkrankungen des Blutes

Blutzauber und Blutmagie

Öffnet Herz und Verstand

Beruhigt die Seele oder auch den Zorn/die Wut

zur Beschwichtigung

Reinigung (Rune stellen, intonieren, oder auch unter der Dusche z.B. visualisieren)

Laguz kann (visualisiert und) geworfen werden, wie ein Lasso um Energien oder Dinge einzufangen, zu extrahieren.

Zum einfrieren der Zeit und wieder loslassen…

Das Fließen, Ruhe und Reinigung bei aufrechter Rune – Blockaden, aufwühlend, stoppend bei gestürzter Rune

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

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Seminar zur (schamagischen) Runenkunde:

http://www.tunritha.de/rabenschwingen.html

 

 

 

Verwendete Quellen und Literatur:

Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung; Alessia Bauer

Die Blätter von Yggdrasil; Freya Aswynn

Helrunar; Jan Fries

Runenkunde; Klaus Düwel

Vor allem jedoch eigene Reisen und Visionen zu den Runen

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Moderner, europäischer Schamanismus – TEIL 2

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“Drei Beweise der Weisheit: Festhalten and der Vernunft, Festhalten an der Phantasie und Festhalten an Verbesserungen” OBOD

Vor einiger Zeit habe ich bereits über den (modernen) europäischen, Schamanismus im allgemeinen geschrieben. Moderner Europäischer Schamanismus Teil 1

In meinem heutigen Beitrag würde ich gerne mit Euch darüber sprechen WAS genau eigentlich, meiner Ansicht nach, zu einer europäischen, schamanischen Praxis und/oder Ausbildung gehört…

Was sollte ein zeitgemäßer oder moderner Schamane/schamanisch Praktizierender können bzw. lernen und sich erarbeiten?

An aller erster Stelle steht natürlich die Kenntnis über Bewusstsein, Trance, Ekstase und die willentliche Veränderung des Bewusstseinszustandes sowie grundsätzliche Kenntnis und Fähigkeit zur schamanischen Reise bzw. Seelenflug und Geisterkontakt, Verbündete wie Lehrer, Spirit-Guide oder Krafttier zu gewinnen, dies bringt dann auch ein „Erkennen“ der Beseeltheit der Welt, des Universums mit sich.

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Diese „schamanischen Basics“ sind eigentlich allen schamanischen Wegen und Kulturen gemein. Die Wege dahin mögen unterschiedlich sein aber grundsätzlich sind dies die Voraussetzungen um überhaupt von „Schamanismus“ und „schamanisch“ sprechen zu können.

Für viele schamanisch Praktizierende hat sich, zum Erlernen dieser Basics, ein sogenanntes schamanisches Basis-Seminar bewährt.

Seminar2Natürlich geht es auch anders… über die verschiedenen Möglichkeiten zum Einstieg in den Schamanismus habe ich hier  klick mich  geschrieben.

Die reine Kenntnis des Kerns oder “Core” des Schamanismus macht aber noch nicht den europäischen Schamanismus aus… um von tatsächlich „europäisch“ sprechen zu können braucht es schon noch etwas mehr.

Wenn wir zu den noch existierenden, schamanischen Kulturen „schielen“,  sehen wir das die dortigen Schamanen eng mit Land und Leuten verbunden sind und profunde Kenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen haben, wobei nicht jeder Schamane auf jedem einzelnen Gebiet ein Experte sein muss. Aber meist haben sie schon einen zumindest groben Überblick.

trommlerDie noch vorhandenen traditionellen Schamanen haben z.B. Kenntnisse zur Geschichte ihrer Völker, zu ihren Mythen, Liedern und Sagen. Sie kennen geheime und magische Zeichen mit denen sich bestimmte Kräfte wecken oder lenken lassen. Sie kennen Orte der Kraft und die Wächter dieser Orte. Sie haben Kontakt mit den Geistern des Landes, der Natur und den Ahnen. Sie kennen die heimische Tier- und Pflanzenwelt, ihre Besonderheiten, Gefahren und Heilkräfte. Sie beherrschen Techniken der Divination und sind zumindest rudimentäre Psychologen und Heilkundige.

In erster Linie sind sie natürlich „Geisterexperten“ aber häufig sind sie auch die Hüter über das „Traditionelle Wissen“ ihres Landes und ihrer Völker.  Auch in vielen Sagen und Mythen Europas, so z.B. in der germanischen Edda oder auch in der Geschichte um Talliesin aus dem Insel-keltischen, wird deutlich, welch große Rolle die Suche nach Wissen, Weisheit und Erleuchtung, auch für unsere europäischen Vorfahren gespielt hat.

DSC_0129_HDR_1024Auf uns heutige, westliche/europäische Schamanen und schamanisch Praktizierende übertragen, bedeutet das vor allem jede Menge Arbeit ;-).

Auch ein europäischer Schamane/schamanisch Praktizierender ist vor allem “Geister und Anderswelt-Experte” und steht mit seinen und den Geistern seines Landes, seiner Umgebung, der Natur und der Welt an sich in engem Kontakt, genau wie mit Göttern, Ahnen, Krafttieren, Schutzgeistern etc. .

Heute, wie vor 10 000 Jahren ist der schamanisch Praktizierende ein “Zaunreiter” zwischen den Welten, der bei allem was er tut immer auch die Anderswelt und die Geister im Blick hat. Wenn ich also von “Pflanzenkunde” oder von “Heiligen Orten” spreche dann meine ich immer auch die andersweltlichen Aspekte. Als schamanisch Praktizierender lese ich nicht nur etwas über eine Pflanze, einen Ort oder einen Mythos… Ich erlebe Pflanze, Ort und Mythos oder welches Thema auch immer, mit allen Sinnen und werde ein Teil davon. Ich werde zum Mythos selber, erfahre ihn am eigenen Leib, am eigenen Geist. Ich lerne nicht nur etwas ÜBER Bäume ich werde selbst ein Baum, ein Teil des Waldes.

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Auf folgenden Gebieten sollte ein europäischer Schamane sich Kenntnisse auf allen Ebenen  erwerben:

- Mythen, Sagen, Legenden, Lieder (z.B. klassische Volksmärchen, Gedichte, (Volks-)Lieder, die Edda, die vier Zweige des Mabinogi, lokale Feen-, Elfen- und Geistergeschichten etc.)

- Philosophie

Geschichte Europas und auch die Geschichte der Gegend in der wir leben/arbeiten.

Traditionelle Schriftzeichen in Europa (z.B. Runen oder auch die sog. Vinca-Zeichen)

Magische Zeichen wie Pentagramme, Alchimistische Zeichen , Astrologische Zeichen, Runen etc.

Magische Systeme, Weltbilder und Volksmagie

- Heilige Orte und Kraftorte… Wo liegen sie? Was macht sie aus? Welche Kräfte wirken dort und wer hütet diese Orte? Wie

– Kenntnisse der heimischen Traditionen (Jahreskreise, Sitten, Gebräuche)

– Kenntnisse der verschiedensten europäischen Mysterien und Traditionen eventuell auch Spezialisierungen auf bestimmte Mythenkreise, Traditionen, Pantheone o.ä.

– Kenntnis der Geister des Ortes an dem wir leben.

– Die Geister des Landes – der Flüsse und Bächer, der Berge und Hügel etc. Aber auch der Geister meiner Strasse, in meinem Haus usw..

- Ahnenarbeit und Kenntnis zu über die Ahnen… Ihre Geschichte, wie haben sie gelebt? Woran haben sie geglaubt etc.

- Heimische Tier und Pflanzenwelt aber auch gute Kenntnis der direkten, möglicherweise auch städtischen Umgebung. Was passiert wann? Wo geht die Sonne auf? Welche Sterne stehen am Himmel? Wetter- und Bauernregeln. Aber auch: Welche Tiere leben in dem Baum vor meinem Fenster? Wann kommt die Müllabfuhr ;-) und wann ist der Verkehr besonders heftig ;-) etc.

- Orakelmethoden wie Tarot, Runen, Astrologie etc.

- Kräuterkunde

- Baumkunde

Erste Hilfe Kurs

– Grundsätzliche Kenntnisse zu Körper und Gesundheit

– Evt. einige psychologische Grundkenntnisse

Selbsterkenntnis und sogenannte Schattenarbeit - Bereits über dem Eingang zum berühmten Tempel von Delphi soll gestanden haben: „Erkenne dich selbst“ (gnôthi seautón, γνῶθι σεαυτόν)

Grundsätzlich kann eine gute, solide Allgemeinbildung auch modernen Schamanen nur nutzen, wenn sie nicht gar Voraussetzung ist.buecher

Wie tiefgreifend wir die einzelnen Themen und Wissensgebiete bearbeiten oder auch ob oder wie sehr wir uns regional oder kulturell spezialisieren, ist natürlich jedem selbst überlassen und stark abhängig von persönlichen Vorlieben, Interessensgebieten, Fähigkeiten und den eigenen Geisterkontakten. Auch ist diese Aufzählung sicher nicht erschöpfend, sondern stellt vor allem eine Anregung dar.

Allein an dieser Auflistung kann man schon klar erkennen – dies ist keine Ausbildung die wir in ein paar Wochen, Monaten oder sogar Jahren absolvieren… Sondern ein ganzer Lebensweg des Lernens und der Hingabe.

Natürlich können wir nicht auf jedem einzelnen Gebiet Experten werden, aber wir sollten uns bemühen zumindest Grundkenntnisse zu erwerben und immer weiter zu lernen.

Jeder Schamane oder schamanisch Praktizierende wird mit der Zeit seine eigene, spezielle Kraft entdecken und auf einigen Gebieten besser oder kraftvoller sein als auf anderen. Auch die Geister, die Spirits des schamanischen Praktikers, leiten uns dabei.

_DSC0222_ps_tunritha_fbManche Kenntnis bringen wir auch schon mit, aus vorangegangenen Ausbildungen und von unserem bisherigen Lebensweg, manches müssen wir uns neu erarbeiten. Welche Lücken wir vielleicht haben oder wo unser Wissen schon sehr ausgeprägt ist, ist heute sehr individuell. Daher kann eine „Ausbildung in europäischem Schamanismus“ immer nur sehr individuell sein.

Eine schamanische Ausbildung oder ein schamanischer Weg erfordert aber natürlich nicht nur die bloße Kenntnis z.B. einer Pflanze, ihr Vorkommen und ihrer Wirkweise sondern auch die schamanische Auseinandersetzung mit ihr… Wir bereisen die Pflanze, begegnen ihrem „andersweltlichen“ Aspekt, dem Pflanzengeist, und lernen sie so auf ganz neue und besondere Art kennen, wir lassen uns direkt vom Pflanzengeist unterweisen und gewinnen so möglicherweise auch eine neue Verbündete und neues Wissen.

_DSC0255Dies gilt nicht nur für die Kräuter- und Pflanzenkunde, sondern für jeden der oben angeführten Teilbereiche. Auch die Schriftzeichen oder die Götter vergangener Zeiten und Kulturen, können wir in der Anderswelt besuchen und direkt von ihnen lernen. Als schamanisch Praktizierende sind wir nicht alleine angewiesen auf die historischen und archäologischen Quellen, auch wenn wir sie trotzdem, zumindest zum Teil, kennen sollten.

Je nach persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten können die einzelnen Teilbereiche entweder in kompakten Seminaren, Kursen oder Ausbildungen oder in Eigenregie und als Autodidakt erlernt und/oder vertieft werden auch kann es stark variieren welchen Bereichen wir mehr und welchen weniger Aufmerksamkeit zuwenden. Welche Mythen sprechen zu mir? Welche Götter, welche Geister, welche Ahnen?

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Ein Teil der Herausforderung ist es auch die eigene, individuelle, spirituelle Familie und die individuelle Kraft und vielleicht auch Aufgabe zu finden.

Nicht umsonst dauert die Ausbildung traditioneller Schamanen in den noch vorhandenen, schamanischen Kulturen häufig Jahrzehnte und auch von z.B. den europäischen Druiden, von denen uns insgesamt zwar nicht viel überliefert ist, wissen wir das ihre Ausbildung ca. 20-30 Jahre gedauert hat.

Aber keine Angst, vieles das nötig ist, bringen wir ja bereits mit, von dem Weg der schon hinter uns liegt.

Und so schließe ich mit den ermunternden Worten von Balzac:

Großes Talent existiert nicht, wo großer Wille fehlt.“

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Seminare bei Tunritha Schule für europäischen Schamanismus:

Alle:

http://tunritha.de/seminare.html

Schamanische Basis-Seminare und Infos:

http://tunritha.de/basisseminare.html

Seelenflug und Anderswelten – Schamanische Arbeit nach dem Basis-Seminar:

http://tunritha.de/seelenflugseminare.html

Intensivausbildung europäischer Schamanismus:

http://tunritha.de/reisen.html

Runenkunde und nordischer Schamanismus:

http://tunritha.de/rabenschwingen.html

Schamanische Heilarbeit:

http://tunritha.de/heilarbeit.html

 

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Runen in der schamagischen Arbeit

DSC_0249_HDRps_FBViel ist schon geschrieben worden über Herkunft und Bedeutung der Runen. Es ist ein sehr spannendes und geheimnisvolles Forschungsfeld, mit dem man sich, wenn man ernsthaft die Runen studieren will, unbedingt ebenfalls beschäftigen sollte.

Meine neuen RunenAber ich möchte heute, in diesem Artikel, nicht so viel über die historischen und inschriftlichen Fakten, die uns überliefert sind, schreiben, sondern über meine persönliche Erfahrung und meinen persönlichen Weg mit den Runen.

Als ich vor Jahren damit begann mich ernsthaft mit den Runen (dem 24er, älterem Futhark) auseinanderzusetzen tat ich dies, zumindest vorerst, nicht mit Büchern, Sagas, Quellen und Interpretationen anderer bewaffnet, sondern ich näherte mich ihnen visionär, mit Hilfe der schamanischen Reise.

Im Verlauf einiger Monate, ja eigentlich Jahren, bereiste ich immer wieder einzelne Runen oder auch die Gesamtheit des Systems Runen… Mein persönliches, visionäres Erleben der Runen aber auch die Erfahrung der Runenenergien selber, ganz direkt in meinem Leben, in der Invokation, der Evokation,  während des Runen-Stellens etc.  glich ich dann immer wieder ab mit den Ergebnissen Anderer, seien es nun wissenschaftliche – , archäologische- , etymologische oder auch magische Studien und Erfahrungen anderer Praktiker. Dies hat mir einen wahren Schatz an Erkenntnissen gebracht, den ich immer noch nicht in seiner Gänze gehoben habe. Wie es aussieht werden mir die Runen noch genug Stoff und Geheimnis bieten für ein ganzes Leben des Lernens und darüber hinaus…

Ich habe auf diese Weise viel gelernt, über mich, das Universum, meinen Platz darin und die nordische Mythologie.

Ein wenig möchte ich Euch an diesen Erfahrungen teilhaben lassen…

Viele reduzieren dieDSC_0387ps_FB Runen zu einem „Orakel-Spiel“ mit dem sie in die Zukunft blicken wollen oder auch zu einem bloßen „Zaubersystem“ mit dem der geübte Schamagier sich Gesundheit, Kraft und Wohlstand ins Leben „zaubern“ mag.

Ich habe die Runen jedoch nicht als etwas derart simples und manipulatives erlebt, sondern als äußerst komplexes, mythisches, kraftvolles, magisches und weises Gesamtwerk in dem sich das gesamte Universum in nur 24 Zeichen spiegelt.

Dieses Spannungsfeld aus Einfachheit (nur 24 Zeichen) und Komplexität (das gesamte Universum, ja das Wyrd als ganzes) machen die Runen so kraft- und geheimnisvoll, aber während der schamanischen Reise, des Seelenfluges auch so überaus leicht zugänglich.

Jede Rune ist äußerst vielschichtig –  in ihrer Bedeutung aber auch in ihren Verwendungsmöglichkeiten. Eine jede Rune enthält einen ganzen Schatz an Weisheiten über das Leben, die Welten, das Wyrd und über die Möglichkeiten die uns offenstehen, über die Herausforderungen die es zu bestehen gilt.

Gerade der scDSC_0249_HDRps_FBhamanisch, visionäre Weg oder Zugang zu den Runen, ist meiner Ansicht nach, der Schlüssel zu ihrer wahren Bedeutung und Kraft.

Selbst die Entstehung der Runen, wie sie uns in der Edda, im Havamal, beschrieben wird ist eine zutiefst schamanisch, visionäre Geschichte, die außerdem andeutet das die Runen schon wesentlich älter sind:

Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
Aus welcher Wurzel er sproß.

Sie boten mir nicht Brot noch Met;
Da neigt ich mich nieder
Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend:
Endlich fiel ich zur Erde.

Hauptlieder neun lernt ich von dem weisen Sohn
Bölthorns, des Vaters Bestlas,
Und trank einen Trunk des teuern Mets
Aus Odhrörir geschöpft.

Zu gedeihen begann ich und begann zu denken,
Wuchs und fühlte mich wohl.
Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort,
Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.

Runen wirst du finden und Ratstäbe,
Sehr starke Stäbe,
Sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
Sie ritzte der hehrste der Herrscher.

Odin den Riesen, den Alfen Dain,
Dwalin den Zwergen,
Alswid aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.

Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll?

Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
So ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.

(aus der Liederedda, Havamal, Odins Runen-Lied, nach der Karl Simrock Übersetzung)

DSC_0083_4_5_HDRps_FBHier wird beschrieben wie der „ultimative“ Schamane/Schamanengott Odin, sich selbst verletzt und unter Schlaf- und Nahrungsentzug in einen Baum hängt um dann in Trance und Vision die Weisheit der Runen zu lernen.

Wie können wir da erwarten nur durch bloßes Auswendiglernen und gelehrtes Lesen hinter das Geheimis der Runen kommen?

Die 24 Runen des älteren Futharks sind eine sehr alte (einige Zeichen sehen wir schon auf den Höhlenbildern von vor 30 000 Jahren) und vollständige Weisheitslehre, die sich dem der es wirklich will, in der Vision, beinahe von selbst erschließt.

wyrd

Das gesamte Wyrd, mit allem Wissen um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – der Inhalt aller Welten und aller Mythen, sind in diesen wenigen Zeichen enthalten. Durch die schamanische Arbeit mit den Runen, die tiefe Versenkung in sie,  kann sich dem schamagischen Praktiker eine ganz neue Sicht auf diese und die anderen Welten eröffnen. Die Runen sind aber auch ein vollständiges, magisches System, mit dem sich einzelne Begebenheiten beeinflussen lassen, mit denen äußerst kraftvoll gezaubert werden kann. Sie können genutzt werden für die Divination, als Orakel aber genauso sind sie Schriftzeichen; sakral aber auch profan und  auch dies gehört zur „Gesamtheit“ der Runen… sie sind nicht „nur“ heilig sondern eben auch „gebrauchsfertig“ und praktisch.

Die Kraft der Runen erfordert Fokus, Absicht und Willen um ihren Zauber freisetzen zu können:

„Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll? „

Obwohl also die Runen, wie wir sie heute kennen und erforschen, uns von den „alten Germanen“ überliefert sind und sich über diese und ihre Mythen, auch ein guter Zugang zu ihnen finden lässt, ist das System „Runen“ und viele der Runen – Zeichen um ein wesentliches älter und universeller.DSC_0256_7_8_HDRpsfs5FB

Der „Weg der Runen“ als europäischer Weg der Einweihung, ist sicher kein ganz einfacher und erfordert, wie alle Einweihungswege, eine gewisse Hingabe und Vertrauen in die geistige Welt und unsere Verbündeten aber ich für meinen Teil, kann nur sagen es lohnt sich ihn zu gehen.

Im Mai diesen Jahres gibt es die Möglichkeit bei mir ein Seminar zur Schamanischen Runenarbeit zu besuchen. Wir werden uns während des Seminars mit den verschiedenen Aspekten der Runenarbeit beschäftigen aber auch unser eigenes Runenset fertigen und weihen. Gerne kann natürlich auch ein eigenes Set mitgebracht werden, sofern vorhanden.

Zum Seminar:

http://www.tunritha.de/rabenschwingen.html

 

Literaturliste Runen:

Runenkunde – Klaus Düwel

Das Runen-Wörterbuch, Abstammung und Begriffsbildung der ältesten Sprachdenkmäler Skandinaviens – Dr. Udo Waldemar Dieterich

Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung – Alessia Bauer

Helrunar – Ein Handbuch der Runenmagie – Jan Fries

Die Blätter von Yggdrasil – Runen, Götter , Magie – Freya Aswynn

Die Edda

Die Islandsagas

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Runen – Bedeutung und Verwendung – RAIDO

RaidoRaido

Wortbedeutung: Reise, Rad, Reiten, Straße, Weg

Lautwert: R

 

 

Namen:

Althochdeutsch: Raido

Altenglisch: Rad

Altnordisch: Rat, Raidu, Rid, Reid

Gotisch: Reda, Reida

 

Runengedichte:

Das altenglische Runengedicht

Rad scheint leicht für jeden Krieger,

Wenn er zuhause ist,

Und sehr mutig für jenden,

Der auf den großen Straßen reist,

auf dem Rücken eines starken Pferdes

(Übersetzung nach Jan Fries, Helrunar)

 

Das altnordische Runengedicht

Raid soll das Schlimmste für Pferde sein,

Reginn schmiedete das beste Schwert

 

Das altisländische Runengedicht

Reid ist die Freude des Reiters

Und schnelle Reise

Und Mühe des Pferdes

Iter ist Reise

märzStichworte zur Bedeutung von Raido:

Bewegung. Entwicklung. Veränderung.

Der Weg, die Reise, die Queste.

Beginn, erste Schritte

Das Rad des Schicksals

Auch die Entwicklung im Leben… das ewige Rad… Geboren, Leben, Gebären, Sterben und wieder von Vorn…

Der schamanische Ritt durch die Welten

Der Ritt der Walküren oder der Wilden Jagd

Odin/Wodan als Wanderer mit Hut, Umhang und Stab

Die Suche nach Weisheit

Der Rat

Visionssuche

Reinigung

Transformation

Der Weg ist auch das Ziel

Der „Ritt“ auf Yggdrasil dem „schrecklichen Pferd“ bzw. dem „Pferd des Schrecklichen“

Initiation

Der Weg und die Straße

Ein Weg verbindet und trennt gleichermaßen 2 oder mehr Punkte miteinander, d.h. der Weg scheidet und unterscheidet auch…

Entscheidungen/Unterscheidungen treffen
april20Magische Verwendung:

Die schamanische Reise erleichtern und vertiefen

Etwas Beginnen

Etwas in Bewegung setzen

bzw. zur Transformation anregen

Reise bzw. Quest zur Initiation

Raido ist der Weg zwischen zwei Punkten… Verbindet und trennt gleichermaßen

Mit Raido lassen sich diese verbindenden Wege/Pfade erkunden und bereisen

Mantra und Runenstellen um Visionen des „Weges“ zu erhalten den es gilt um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Weite Entfernungen zurücklegen

Entscheidungen herbeiführen

 

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

RunenRunde_kleiner

Seminar zur (schamagischen) Runenkunde:

http://www.tunritha.de/rabenschwingen.html

 

 

 

Verwendete Quellen und Literatur:

Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung; Alessia Bauer

Die Blätter von Yggdrasil; Freya Aswynn

Helrunar; Jan Fries

Runenkunde; Klaus Düwel

Eigene Reisen und Visionen zu den Runen

 

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Runen – Bedeutung und Verwendung – Othila

OthilaOthila

Wortbedeutung: Vererbtes Land, Besitz, Heimat, Heimatland

Lautwert: O

 

Namen:

Althochdeutsch: Othil, Othila

Altenglisch: Ethel

Gotisch: Othal, Ural

 

Runengedichte:

Das altenglische Runengedicht

Ethel ist jedem Menschen sehr lieb,

Wenn er in seinem Haus fröhlich und beständig genießen kann,

Was Recht und Gerechtigkeit ist.

(Übersetzung nach Alessia Bauer; Runengedichte)

 

Stichworte zur Bedeutung von Othila:

Die „ursprüngliche“ Heimat

Vergangene Leben

Land, das Land der Ahnen

Ererbtes

Familie und Clan

Ahnen und Ahnenland

Das was jemanden durch Geburt/Abstammung/Herkunft „zusteht“ oder für das er auch die Verantwortung und Verpflichtung hat

Die menschliche Sippe oder Familie

DNA

Stammbaum – Abstammung

Vergangene Leben bzw. die „ursprüngliche“ Heimat

Verbundenheit auf einer sehr tiefen, archaischen Ebene

Loyalität den Seinen gegenüber.

Verbundenheit mit der Welt, der Materie

Verantwortung und Verbundenheit mit „Etwas“, wobei dieses „Etwas“ Land, Familie, die Menschheit an sich etc. sein kann.

Zusammenhalt unter den Menschen und Generationen

 

Magische Verwendung:

Als „ToröDSC_0272_HDRps_FBffner“ in vergangene Leben oder die Vergangenheit der eigenen Familie/Ahnen oder auch einer bestimmten Gegend – Dafür die Rune z.B. während einer schamanischen Reise rot auf eine Wand oder in die Luft zeichnen und durch das so entstandene Tor hindurchschreiten.

 

Zur Inbesitznahme von Land – z.B. eine selbst geritzte & gerötete Rune auf dem Stück Land vergraben.

Verbindung schaffen zwischen dem Land und den Menschen die darauf leben.

Zusammengehörigkeitsgefühle und Loyalität einer Gruppe stärken

Invokation von Odin/Wodan

Schutz von Besitz und Familie

Das eigene, innere “Erbe” finden

Bei der Inbesitznahme von Land, genau wie bei der Verbindung von Gruppen mit Othila, sollte bedacht werden, das Runen nicht nur einseitig wirken, sondern häufig eine Gesamtheit an Wirkung entfalten. Othila enthält NICHT nur den Nutzen von “Besitz” oder  “Erbe” sondern auch die Gesamtheit der Verpflichtungen und Verantwortungen die damit einhergehen.  Dies sollte gut bedacht werden BEVOR man mit Othila zaubert.

Dieser Beitrag ist natürlich nicht erschöpfend und ich erhebe keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit. Dies soll voll allem Gedankenanstoß und Inspiration sein zur eigenen Arbeit mit den Runen.

 

RunenRunde_kleiner

Seminar zur (schamagischen) Runenkunde:

http://www.tunritha.de/rabenschwingen.html

 

 

 

Verwendete Quellen und Literatur:

Runengedichte – Texte, Untersuchungen und Kommentare zur gesamten Überlieferung; Alessia Bauer

Die Blätter von Yggdrasil; Freya Aswynn

Helrunar; Jan Fries

Runenkunde; Klaus Düwel

Eigene Reisen und Visionen zu den Runen

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